30 October 2025, 08:01

Max Leven Center in Solingen eingeweiht: Leuchtturm der Erinnerung und des Dialogs

Gedenktafeln an einer Wand mit Blumensträußen davor.

Max Leven Center in Solingen eingeweiht: Leuchtturm der Erinnerung und des Dialogs

Das Max-Leven-Zentrum (MLC) in Solingen ist feierlich eröffnet worden. Nachkommen des verstorbenen jüdischen Journalisten trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Solingen ein und erhielten Erinnerungsstücke. An der Eröffnungsveranstaltung nahmen Oberbürgermeister Tim Kurzbach sowie Vertreter aus Landes- und Bundespolitik teil. Das MLC, das sich im historischen Wohnhaus von Max Leven befindet, ist ein Ort der Erinnerung, der politischen Bildung und des gesellschaftlichen Dialogs. Es widmet sich den lokalen Dimensionen von Verfolgung und Widerstand während der NS-Zeit und deren Auswirkungen auf das Leben in Solingen. Die Dauerausstellung beleuchtet das Leben und Wirken von Max Leven, der 1882 in Thionville (Diedenhofen) geboren wurde und 1916 nach Solingen zog, sowie weiterer Persönlichkeiten wie Änne Wagner. Das Projekt wird von verschiedenen Institutionen unterstützt, darunter die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, die Stadtsparkasse Solingen sowie Vertreter der Diakonie, der Politik und lokaler Initiativen. Oberbürgermeister Kurzbach hofft, dass das MLC zu einem lebendigen Ort des Austauschs wird – auch für Menschen mit unterschiedlichen Ansichten. Das Max-Leven-Zentrum öffnet am Sonntag, dem 2. November, von 11:00 bis 17:00 Uhr für die Öffentlichkeit. Es soll künftig als bedeutender Bildungs- und Kulturort dienen und in Solingen den Dialog sowie die Erinnerungskultur fördern.