Markus W. erhält nach Ofarim-Skandal Spenden – doch die Entschädigung fehlt noch
Charlotte SimonHotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Markus W. erhält nach Ofarim-Skandal Spenden – doch die Entschädigung fehlt noch
Ein Social-Media-Influencer hat eine Spendenaktion für Markus W. gestartet, den Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlicherweise vom Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt worden war. Der Fall nahm eine dramatische Wende, nachdem Ermittlungen ergaben, dass Ofarims Vorwürfe unwahr waren – es folgte eine gerichtliche Entschuldigung und eine Strafe. Nun, da Ofarim kürzlich 400.000 Euro bei 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!' gewonnen hat, wächst die öffentliche Unterstützung für Markus W., der das gespendete Geld für wohltätige Zwecke und Zeit mit seiner Familie verwenden möchte.
Der Streit begann am 5. Oktober 2021, als Ofarim ein Instagram-Video veröffentlichte, in dem er Markus W. vorwarf, ihm wegen seiner Davidstern-Halskette den Service verweigert zu haben. Die Anschuldigung löste Empörung aus, doch spätere Untersuchungen – darunter Zeugenaussagen und Videoanalysen – widerlegten den Vorwurf. Vor Gericht entschuldigte sich Ofarim, löschte das Video und erhielt eine Geldstrafe. Der Fall endete offiziell mit einem außergerichtlichen Vergleich, in dem Ofarim sich zur Zahlung von 20.000 Euro Schadensersatz verpflichtete.
Trotz der Einigung steht die vereinbarte Summe noch aus. Ofarims Anwalt erklärte, die Zahlung erfolge, sobald er über flüssige Mittel verfüge. Unterdessen verdiente Ofarim durch seinen jüngsten Auftritt bei 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!' 400.000 Euro – 100.000 Euro für den Sieg und 300.000 Euro Teilnahmegebühr. Sein Gewinn-Interview bei RTL, in dem er sich teilweise erneut entschuldigte, befeuerte die öffentliche Debatte neu.
Markus W. äußerte sich inzwischen kritisch und warf Ofarim vor, sich in Interviews – etwa mit der 'Zeit' – weiterhin als Opfer darzustellen. Die vom Influencer initiierte Kampagne soll Markus W. nun helfen, nach vorne zu blicken: Die Gelder fließen an Organisationen wie HateAid und Minilöwen sowie in gemeinsame Zeit mit seiner Familie.
Der Fall hinterlässt Spuren: Nach Jahren falscher Anschuldigungen erhält Markus W. nun öffentliche Solidarität. Das gespendete Geld kommt wohltätigen Projekten und den Bedürfnissen seiner Familie zugute. Unterdessen bleibt Ofarims ausstehende Entschädigungszahlung ungeklärt – trotz seines jüngsten finanziellen Erfolgs durch die Reality-Show.