17 March 2026, 04:01

Maria Kalesnikava erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Ein rotes und weißes Kissen mit den Worten "Gerechtigkeit für Belarus" darauf gegen einen weißen Hintergrund.

Maria Kalesnikava erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Die belarussische Aktivistin Maria Kalesnikava hat am Samstag in Aachen offiziell den Internationalen Karlspreis erhalten. Die Auszeichnung würdigt ihren Einsatz für Demokratie und Menschenrechte in Belarus. Gemeinsam mit den Oppositionsführerinnen Swjatlana Zichanouskaja und Veronika Zepkalo, die den Preis 2022 stellvertretend entgegengenommen hatten, während Kalesnikava noch in Haft saß, wurde sie geehrt.

Die feierliche Übergabe fand nur wenige Monate nach ihrer Freilassung aus einem belarussischen Gefängnis statt, wo sie jahrelang wegen ihres Widerstands gegen das Regime von Alexander Lukaschenko inhaftiert war. In Deutschland lebend, setzt sie sich weiterhin für ein freies Belarus ein und ruft Europa auf, diejenigen zu unterstützen, die unter der Diktatur noch immer inhaftiert sind.

Der Karlspreis war Kalesnikava, Zichanouskaja und Zepkalo bereits 2022 für ihren mutigen Widerstand gegen Lukaschenkos Regierung verliehen worden. Damals saß Kalesnikava noch im Gefängnis und erfuhr erst später von der Ehrung. Als sie im Gefängnis von der Auszeichnung hörte, deutete sie diese als ein starkes Zeichen der Solidarität aus Europa.

Die diesjährige Zeremonie in Aachen war das erste Mal, dass sie die Auszeichnung persönlich entgegennehmen konnte. In ihrer Rede beschrieb sie den Moment als eine "grenzenlose Freude", besonders weil sie ihn mit ihrer Familie teilen durfte. Zudem lobte sie die Stadt Aachen dafür, ihr historisches Erbe zu bewahren und an die jüngeren Generationen weiterzugeben.

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Trotz unterschiedlicher Ansichten in einigen Fragen bleiben Kalesnikava, Zichanouskaja und Zepkalo in ihrem Kampf für ein demokratisches Belarus vereint. Seit 2020 führen sie die Opposition aus dem Exil an, setzen sich international für Reformen ein und kämpfen für die Freilassung politischer Gefangener. Kalesnikava appelliert nun an die europäischen Regierungen, Belarus als zukünftigen Partner zu sehen und diejenigen zu unterstützen, die von innerhalb des Landes gegen die Diktatur kämpfen.

Ihr Fokus liegt weiterhin auf der Befreiung der vielen politischen Gefangenen unter Lukaschenkos Herrschaft. Selbst im Exil betont sie, dass der Kampf um Demokratie in Belarus noch lange nicht vorbei ist.

Der Karlspreis unterstreicht Kalesnikavas langjähriges Engagement für demokratische Rechte in Belarus. Ihre Entlassung aus der Haft hat ihren Einsatz nicht gebremst – gemeinsam mit Zichanouskaja und Zepkalo kämpft sie weiter für Veränderung. Mit europäischer Unterstützung wollen sie den Druck auf Lukaschenkos Regime aufrechterhalten und sich gleichzeitig für die Inhaftierten in der Heimat einsetzen.

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