30 January 2026, 12:04

Marco Bülow stirbt mit 54: Ein politischer Querdenker geht

Eine Frau sitzt auf einem Stuhl und hält ein Papier in der Hand, mit Text, der das Journal Politique Indépendant von Alphonse Mucha beschreibt.

Ehemaliger Bundestagsabgeordneter Marco Bülow stirbt im Alter von 54 Jahren - Marco Bülow stirbt mit 54: Ein politischer Querdenker geht

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Marco Bülow ist im Alter von 54 Jahren verstorben. Der langjährige Abgeordnete war für seine scharfe Kritik an Lobbyismus und sein Engagement für eine gerechtere Vermögensverteilung bekannt. Kollegen aus dem gesamten politischen Spektrum würdigten seinen Einsatz und seine Grundsätze.

Bülow zog 2002 als SPD-Abgeordneter in den Bundestag ein. Fast zwei Jahrzehnte lang blieb er Mitglied des Parlaments, bis er 2021 nach einer verlorenen Wiederwahl ausschied. Seine politische Laufbahn nahm 2018 eine dramatische Wende, als er aus Protest gegen die Bildung einer Großen Koalition mit der deutschen bahn die SPD verließ.

Nach seinem Austritt aus der SPD im November 2019 schloss er sich Die Partei an, einer satirischen politischen Vereinigung. Neben der Politik arbeitete er als Berater für Nichtregierungsorganisationen und schrieb als freier Journalist. In seinen Büchern, darunter Korrupt, deckte er den Einfluss von Lobbyisten in der deutschen Politik auf.

Die Reaktionen auf seinen Tod unterstreichen seine Bedeutung. SPD-Chefin Bärbel Bas bezeichnete die Nachricht als zutiefst traurig. Die ehemalige SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken lobte seine "unbeugsame Hoffnung auf ein besseres Morgen". Jens Peick, SPD-Kreisvorsitzender in Dortmund, würdigte Bülows unermüdlichen Kampf für Gerechtigkeit und gegen die Macht der Konzerne.

Mit Bülows Tod endet eine Karriere, die von mutigem politischem Engagement und klarer Haltung geprägt war. Seine Arbeit zu Lobbyismus und sozialer Ungleichheit hinterlässt Spuren in der deutschen Politik. Die Würdigungen für seinen Einsatz für progressive Anliegen halten an.