26 November 2025, 06:04

Machtkampf um die Adenauer-Stiftung: AKK gegen Krings im Dezember-Duell

Eine Frau steht an einem Rednerpult mit zwei Flaggen dahinter und spricht in ein Mikrofon.

Machtkampf um die Adenauer-Stiftung: AKK gegen Krings im Dezember-Duell

Im Dezember steht eine viel beachtete Wahl um die Präsidentschaft der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) an. Friedrich Merz hat Günter Krings offiziell als seinen Wunschkandidaten unterstützt, während sich auch Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) in den Wettbewerb um das Amt eingereiht hat. Die Abstimmung, an der 52 Stiftungsmitglieder teilnehmen, wird über die künftige Führung der einflussreichen konservativen Organisation entscheiden.

Die Wahl findet statt, während der amtierende Vorsitzende, Norbert Lammert, seinen Rückzug vorbereitet. Zwei prominente Persönlichkeiten der CDU bewerben sich nun um die Nachfolge: AKK, ehemalige Bundesverteidigungsministerin, und Krings, ein erfahrener Abgeordneter. Beide bringen umfangreiche politische Erfahrung mit.

AKK hat in der Partei bereits zentrale Positionen innegehabt, darunter den CDU-Vorsitz, den sie 2018 nach einem knappen Sieg gegen Merz in der Stichwahl übernahm. Ihr Hintergrund im Verteidigungsressort passt zur internationalen Ausrichtung der KAS und stärkt ihre Bewerbung. Bei einer Wahl würde sie zudem die erste Frau an der Spitze der Stiftung werden.

Krings hingegen hat sich sowohl in der nationalen und internationalen Politik als auch in der Wissenschaft einen Namen gemacht. Seine Kandidatur erhielt Aufwind, nachdem Merz ihn offiziell für das Amt vorgeschlagen hatte. Da sich bisher keine klare Mehrheit abzeichnet, werden die Stiftungsmitglieder am 19. Dezember ihre Stimmen abgeben, um die Pattsituation zu lösen.

Dem aktuellen KAS-Vorstand gehören neben Merz, AKK und Krings auch Eva Maria Welskop-Deffaa, Thomas Sternberg und der scheidende Vorsitzende Lammert an. Das Ergebnis dieser Wahl wird die Ausrichtung der Stiftung in den kommenden Jahren prägen.

Die Dezember-Abstimmung wird entscheiden, ob AKK oder Krings die Führung der KAS übernimmt. Das Ergebnis markiert einen bedeutenden Führungswechsel für die Organisation – entweder mit der ersten Präsidentin in ihrer Geschichte oder einem neuen Vorsitzenden, der von Merz unterstützt wird. Die Entscheidung liegt bei den 52 stimmberechtigten Mitgliedern der Stiftung.