07 February 2026, 10:05

Lünen gedenkt NS-Opfer mit bewegendem Gedenkspaziergang und neuen Stolpersteinen

Ein Steinkreuz in einer gr"{u}nen Wiese neben einer Stra{\ss}e, umgeben von B"{a}umen und einem bew"{o}lktem Himmel, dient als Holocaust-Gedenkst"{a}tte mit eingraviertem Text.

Lünen gedenkt NS-Opfer mit bewegendem Gedenkspaziergang und neuen Stolpersteinen

Rund 100 Menschen versammelten sich am 27. Januar in Lünen zu einem Gedenkspaziergang für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung stand im Zeichen des bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und führte zu historischen Stätten in der Stadt. Die Organisatoren bezeichneten den Gang als eine sinnvolle Möglichkeit, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und die lokale Erinnerungskultur zu stärken.

Der Spaziergang begann auf dem Evangelischen Friedhof, wo Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg eine Eröffnungsrede hielt. Sie betonte die Bedeutung der lokalen Erinnerung und die gesellschaftliche Verantwortung, die Geschichte wachzuhalten.

Die Route führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Viktoriaschule, zum Hauptbahnhof sowie zu mehreren Stolpersteinen. Bis 2022 waren in Lünen bereits 53 dieser Gedenksteine durch den Arbeitskreis Lüner Stolpersteine verlegt worden. Am 11. Dezember 2025 kamen sechs weitere hinzu – für die jüdische Familie Rosenbaum in der Borker Straße 5. Die Initiative ist für ihr Engagement bei der Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes weithin anerkannt.

An jedem Haltpunkt berichteten Vertreterinnen und Vertreter der Initiative Lüner Stolpersteine, des Stadtmuseums und lokale Gästeführer über historische Zusammenhänge, persönliche Biografien und Aspekte der Erinnerungskultur. Das Lünen-Süd-Blasorchester begleitete die Veranstaltung musikalisch.

Abgeschlossen wurde der Gang mit einem gemeinsamen Treffen im Gemeindezentrum St. Georg. Die Organisatoren zeigten sich anschließend zufrieden mit der Resonanz und kündigten an, den Gedenkspaziergang künftig als festen Bestandteil der Lünener Erinnerungskultur zu etablieren.

Der Spaziergang brachte Anwohner, Historiker und Musiker zusammen, um der unter dem Nationalsozialismus Verfolgten zu gedenken. Mit der Verlegung neuer Stolpersteine und der anhaltenden öffentlichen Auseinandersetzung setzt Lünen seine Bemühungen fort, das Gedenken an die Vergangenheit lebendig zu halten. Die Vorbereitungen für weitere Veranstaltungen laufen bereits.