07 February 2026, 08:01

Löhns Bahnhof wird umgestaltet: Mehr Sicherheit für Frauen nachts

Ein Zug fährt durch eine hell erleuchtete U-Bahn-Station in der Nacht, mit Plattformen, Gleisen und Kabeln auf beiden Seiten.

Löhns Bahnhof wird umgestaltet: Mehr Sicherheit für Frauen nachts

Frauen in Löhn haben Bedenken geäußert, sich am örtlichen Bahnhof – besonders nach Einbruch der Dunkelheit – unsicher zu fühlen. Die weitläufigen, schlecht beleuchteten Bereiche des Geländes verstärken das Gefühl der Verwundbarkeit, obwohl die Polizei nur wenige schwere Vorfälle verzeichnet. Als Reaktion darauf ergreift die Stadt nun Maßnahmen, um diese Ängste durch Umgestaltung und Gemeinschaftsprojekte zu mindern.

Die Pläne für die Neugestaltung des Bahnhofs zielen darauf ab, ihn zu einem einladenderen und lebendigeren Ort zu machen. Der Spatenstich ist für Februar 2025 vorgesehen; vorgesehen sind unter anderem eine Bibliothek und regelmäßige Veranstaltungen, um mehr Besucher anzuziehen. Die Behörden hoffen, dass diese Veränderungen die derzeitigen Unsicherheitsgefühle vieler Frauen verringern werden.

Löhn hat zudem eine sogenannte Angstkarte eingeführt – inspiriert von einem ähnlichen System in Hannover –, auf der 68 Orte verzeichnet sind, an denen sich Anwohner unsicher fühlen. Dazu gehören schlecht beleuchtete Bereiche und Plätze, an denen sich häufig Gruppen von Männern versammeln. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Marie Fischer, organisierte einen Nachtspaziergang, um die Sorgen der Frauen besser zu verstehen und ihr Vertrauen in die Nutzung öffentlicher Räume zu stärken.

Nutzerinnen des Bahnhofs fordern Verbesserungen wie eine bessere Beleuchtung der Wege und mehr Überwachungskameras, insbesondere am hinteren Eingang. Die Löhnbergerin Andrea Heimbruch beschrieb den Bahnhof als unheimlich, wenn man ihn nachts allein nutze. Zwar betont die Polizei, dass die meisten gemeldeten Straftaten Fahrraddiebstähle und keine Bedrohungen der persönlichen Sicherheit seien – doch das subjektive Sicherheitsgefühl bleibt stark beeinträchtigt.

Anwohner können unsichere Bereiche nun über ein Meldesystem anzeigen, sodass ihre Bedenken dokumentiert und bearbeitet werden.

Die Umgestaltung des Löhnberger Bahnhofs soll eine sicherere und inklusivere Umgebung schaffen. Mit neuen Angeboten und verbesserten Lichtverhältnissen will die Stadt Ängste abbauen und die Nutzung des Bahnhofs auch nachts fördern. Die Angstkarte und das Meldesystem bieten den Bürgern zusätzliche Möglichkeiten, Problemzonen zu melden und weitere Verbesserungen voranzutreiben.