07 January 2026, 22:04

Kunden verstecken Fleisch im Supermarkt – warum die Preise sie zu Tricks treiben

Eine Glasvitrine in einem Fleischgeschäft, die Tabletts mit Fleisch und Preisschildern zeigt, mit Gebäuden und Bäumen durch die Glasscheibe und einer Decke oben.

Kunden verstecken Fleisch im Supermarkt – warum die Preise sie zu Tricks treiben

Supermarkt in Solingen registriert Zunahme von Kunden, die Fleisch verstecken, um Zahlung zu umgehen

Ein Supermarkt in Solingen verzeichnet einen Anstieg von Kunden, die gekauftes Fleisch verstecken, um die Bezahlung zu umgehen. Filialleiter Heiko Wodarz wurde auf das Problem aufmerksam, nachdem er Fleisch in anderen Bereichen des Ladens deponiert vorfand. Einige Fleischwaren kosten mittlerweile bis zu 12,80 Euro – für manche Kundinnen und Kunden ein Grund, zu drastischen Mitteln zu greifen.

Erstmals deutlich wurde das Problem, als Wodarz wiederholt Fleisch zwischen Nicht-Lebensmitteln entdeckte. Überwachungskameras bestätigten, dass Kunden die Ware versteckten, nachdem ihnen klar wurde, dass sie sich das Fleisch nicht leisten konnten. Statt das Fleisch an der Kasse zu lassen, platzierten sie es in anderen Regalen des Marktes.

Um dem Problem zu begegnen, brachte der Supermarkt Warnschilder an. Diese erinnern die Kunden daran, nicht bezahlbares Fleisch stattdessen dem Personal zu übergeben, anstatt es zu verstecken. Werden Kunden beim Verstecken erwischt, werden sie angesprochen und aufgefordert, die Ware zu bezahlen. Bisher wurden keine Hausverbote verhängt, und seit die Schilder hängen, ist die Zahl der Vorfälle zurückgegangen.

Die Maßnahmen des Supermarkts zeigen offenbar Wirkung: Die Fälle von verstecktem Fleisch haben abgenommen. Das Personal beobachtet die Situation weiterhin, setzt dabei auf Kameras und direkte Ansprache. Vorerst liegt der Fokus darauf, Verluste zu verhindern, ohne die Kunden zu bestrafen.