06 January 2026, 14:05

Kubicki und Strack-Zimmermann sorgen bei Stuttgarter Dreikönigsfeier für Eklat

Zwei Männer in passenden Kostümen und Mützen, einer mit Brille, sitzen und spielen verschiedene Musikinstrumente, mit sichtbaren Musikanlagen dahinter.

Liberale Muppet-Show: FDP-Größen liefern Comedy-Act - Kubicki und Strack-Zimmermann sorgen bei Stuttgarter Dreikönigsfeier für Eklat

Epiphaniestradition in Stuttgart nimmt überraschende Wendung

Eine traditionelle Epiphanie-Feier in Stuttgart nahm eine unerwartete Wende, als zwei prominente FDP-Politiker überraschend auftraten. Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann unterbrachen die Veranstaltung im Opernhaus mit ungeplanten Wortmeldungen und lenkten die Aufmerksamkeit von der üblichen Zeremonie ab.

Das Duo erschien während der jährlichen Dreikönigsfeier – einem langjährigen Brauch der Stadt – in einer Opernloge. Strack-Zimmermann lockerte die Stimmung auf, indem sie sich mit Miss Piggy und Kubicki mit Kermit aus der Muppet Show verglich.

Kubicki wechselte dann den Ton und machte einen provokanten Scherz über russische Bedrohungen. Er schlug vor, falls der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew jemanden aus Deutschland entführen wolle, solle er sich lieber an Jan van Aken, den Co-Vorsitzenden der Linken, wenden als an Friedrich Merz. Öffentliche Äußerungen Medwedews zu Merz gibt es zwar nicht, doch Kubickis Bemerkung spielte auf die jüngsten Spannungen in der Politik an. Der FDP-Politiker warnte zudem vor möglichem linksextremistischem Radikalismus. Er behauptete, eine radikale Gruppe könne eine Großstadt lahmlegen, und kritisierte van Aken dafür, Witze über "die Reichen erschießen" und "Milliardäre enteignen" gemacht zu haben. Die Äußerungen gaben der sonst eher zeremoniellen Veranstaltung eine politische Schärfe.

Der Vorfall unterbrach die Stuttgarter Epiphanietradition und verband Humor mit scharfer politischer Kommentierung. Kubickis Aussagen, wenn auch teilweise scherzhaft gemeint, spiegelten die anhaltenden Debatten über Extremismus und ausländische Bedrohungen wider. Die Feier wird wohl weniger für ihre gewohnten Festlichkeiten als für die ungewöhnlichen Zwischenfälle in Erinnerung bleiben.