04 February 2026, 16:02

Kölns Oberbürgermeister startet bundesweite Drogenreform mit acht Großstädten

Ein Plakat, das die elektrifizierte Stadt Bergbahn, Deutschland, bewirbt und Bilder von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text zeigt.

Kölns Oberbürgermeister startet bundesweite Drogenreform mit acht Großstädten

Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester hat eine städtübergreifende Initiative ins Leben gerufen, um drogenbedingte Probleme im öffentlichen Raum anzugehen. Der Plan setzt auf strengere Kontrollen und eine Reform des bundesweiten Drogenrechts. Mittlerweile unterstützen mehrere deutsche Großstädte den Vorschlag, der auch den legalen Kleinhandel mit Drogen in Beratungsstellen vorsieht.

Burmester hatte zunächst eine Null-Toleranz-Strategie gegen Drogenkonsum und Dealerei in Kölner Brennpunkten angekündigt. Er forderte mehr Polizei- und Ordnungsamtstreifen, um den öffentlichen Konsum und Handel zu unterbinden. Gleichzeitig argumentierte er, dass die aktuelle Prohibitionspolitik Beschaffungskriminalität fördere und die Lage damit verschärfe.

Seine Lösung sieht vor, den Verkauf kleiner Drogenmengen in Suchthilfeeinrichtungen legal zuzulassen. Köln plant die Eröffnung einer solchen Stelle in der Nähe des Neumarkts, einem bekannten Drogenbrennpunkt. Bis Ende 2025 hatte Burmester bereits Gespräche mit anderen Städten, darunter Düsseldorf, geführt, um breitere Unterstützung aufzubauen.

Zwischen Ende 2025 und Anfang 2026 schlossen sich offiziell acht Großstädte der Initiative an: Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Bonn, Hannover, Nürnberg, Dortmund und Bremen. Jede Stadt bekannte sich in den folgenden Monaten zum Vorhaben – ein deutliches Zeichen für den wachsenden Rückhalt hinter dem Politikwechsel.

Mittlerweile umfasst die Initiative acht der größten deutschen Städte, die sich gemeinsam für legale Abgabestellen in Suchtberatungszentren einsetzen. Burmesters Plan verbindet härtere Repression mit einem neuen Ansatz in der Drogenpolitik. Die nächsten Schritte hängen nun von Änderungen der Bundesgesetzgebung und der lokalen Umsetzung in den beteiligten Städten ab.