Kölner Stadtmuseum zeigt seltene Skibergsteiger-Ausstattung aus 150 Jahren Alpenverein-Geschichte
Charlotte SimonKölner Stadtmuseum zeigt seltene Skibergsteiger-Ausstattung aus 150 Jahren Alpenverein-Geschichte
Das Kölner Stadtmuseum hat anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Kölner Alpenvereins eine seltene Sammlung historischer Skibergsteiger-Ausstattung erworben. Die Ausrüstung gehörte einst Reinhold Kruse, einem langjährigen Archivar des Vereins, und bietet einen Einblick in die Geschichte der Hochgebirgserkundung. Zwar werden die Gegenstände vorerst im Museumsarchiv aufbewahrt, doch betonen Verantwortliche, dass sie die enge Verbindung zwischen Köln und der Bergsteigerkultur verdeutlichen.
Zur Sammlung gehören Tourenski, Stöcke, Steigfelle und Steigeisen – allesamt von Kruse auf anspruchsvollen Expeditionen genutzt. Eine bemerkenswerte Tour war die Winterbesteigung des Monte Troodelöh im Jahr 2009, des höchsten natürlichen Gipfels in Köln. Die Ausstellung spiegelt nicht nur die praktischen Werkzeuge des Skibergsteigens wider, sondern auch den ungebrochenen Pioniergeist dieser Sportart.
Die Kölner Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV Köln) wurde 1876 mit nur 45 Mitgliedern gegründet. Innerhalb von 150 Jahren entwickelte sie sich zu einer der größten Sportorganisationen der Stadt und zählt heute rund 26.000 Mitglieder. Damit ist der Verein die zweitgrößte Organisation Kölns – nur der 1. FC Köln übertrifft ihn an Größe.
Museumsvertreter betonten, dass die Sportgeschichte einen zentralen Platz in ihrer Arbeit einnimmt. Durch die Bewahrung von Exponaten wie Kruses Ausrüstung möchte man zeigen, wie Bergsteigen und Outdoor-Aktivitäten die Identität der Stadt geprägt haben. Das stetige Wachstum des Vereins spiegelt zudem den allgemeinen Aufschwung des alpinen Sports in ganz Deutschland wider.
Die neu erworbene Ausrüstung bleibt vorerst im Archiv des Museums. Ihre Aufnahme unterstreicht den nachhaltigen Einfluss des Alpenvereins in Köln und die Bedeutung der Bewahrung des sportlichen Erbes. Die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum des Vereins dauern derweil an – die Sammlung dient dabei als greifbare Verbindung zu seiner Vergangenheit.






