Kölner Dom führt ab Juli Eintrittsgeld für Touristen ein – Gläubige bleiben befreit
Moritz NeumannAlice Schwarzer gegen Eintrittspreise für den Kölner Dom - Kölner Dom führt ab Juli Eintrittsgeld für Touristen ein – Gläubige bleiben befreit
Kölner Dom führt ab Juli Eintrittsgelder für Touristen ein
Ab Juli wird der Kölner Dom für Touristen Eintritt verlangen. Mit der Maßnahme sollen die steigenden Kosten für Instandhaltung und Sicherheit gedeckt werden. Gläubige und Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins können die Kathedrale jedoch weiterhin kostenlos besuchen.
Die Entscheidung, von Besuchern ein Entgelt zu erheben, folgt auf Bedenken wegen der wachsenden Ausgaben des Doms. Laut Angaben der Verantwortlichen sind 99 Prozent der Besucher Touristen und keine Gottesdienstbesucher. Die genaue Höhe der Gebühr wird in den kommenden Wochen vom Kölner Domkapitel festgelegt.
Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer kritisierte die Neuerung scharf. Es sei bedauerlich, dass Menschen künftig für den Zugang zu diesem Wahrzeichen zahlen müssten, erklärte sie. Schwarzer verwies zudem auf den Reichtum des Erzbistums Köln, das sie als das vermögendste der Welt bezeichnete.
Trotz der neuen Gebühren bleibt der Eintritt für Gottesdienstbesucher und Gebete kostenfrei. Auch Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins behalten ihren freien Zugang.
Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern sollen die dringend notwendigen Instandhaltungsarbeiten und den täglichen Betrieb finanzieren. Während Touristen ab Juli zur Kasse gebeten werden, bleiben Gläubige von der Gebühr ausgenommen. Das Domkapitel wird den endgültigen Betrag in Kürze bekannt geben.






