Kleine Zeremonie für neue Bürger im Mercator-Saal
Duisburg begrüßt seine neuen Bürger mit feierlicher Zeremonie in der Mercatorhalle
Rund 250 Menschen, die zwischen April und September die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben, nahmen an der besonderen Veranstaltung teil. Die Feier markierte zugleich den Beginn der ersten „Einbürgerungsallee“ der Stadt – ein lebendiges Symbol für gelungene Integration.
Den Auftakt der Zeremonie bildete Bürgermeister Sören Link, der zwei junge Roteichen entlang eines Weges im Duisburger Stadtteil Friemersheim pflanzte. Damit startete die neue Tradition, bei der künftig zu jeder Einbürgerungsfeier ein Baum gesetzt wird. Die nächste Pflanzung ist bereits für den 7. November 2025 geplant, auch wenn noch keine konkreten Personen für die Aufgabe benannt wurden.
Michael Rüscher, Integrationsbeauftragter der Stadt, begrüßte die Neubürger in einer Rede und betonte, die Einbürgerung sei „mehr als nur ein formaler Akt“ – sie stehe für ein starkes Bekenntnis zur Zugehörigkeit. Ein Streichquartett der Duisburger Philharmoniker umrahmte die Feier musikalisch. Im Verlauf der Veranstaltung wurden die Gäste für ihre Leistungen gewürdigt, bevor die Gruppe gemeinsam die deutsche Nationalhymne sang. Nach dem offiziellen Teil blieb Zeit für Gespräche, persönliche Geschichten und Begegnungen.
Die Zeremonie folgte auf eine besonders aktive Phase: Allein von Januar bis Mitte April 2025 hatten 872 Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit erworben, die meisten von ihnen mit Wurzeln in der Türkei, Bosnien und Serbien.
Die neue „Einbürgerungsallee“ wird mit der wachsenden Gemeinschaft der Duisburger Bürger weiter anwachsen. Jeder künftig gepflanzte Baum steht symbolisch für eine weitere Gruppe von Menschen, die Deutschland zu ihrer neuen Heimat gemacht haben. Die Stadt plant, die Tradition bei jeder kommenden Einbürgerungsfeier fortzuführen.