KI-Kameras sollen Schleichverkehr in Bergisch Gladbachs Wohngebieten stoppen
Felix SchneiderKI-Kameras sollen Schleichverkehr in Bergisch Gladbachs Wohngebieten stoppen
Lokale politische Gruppe fordert KI-gestützte Kameras zur Verkehrsüberwachung in Bergisch Gladbach
Eine lokale politische Gruppe hat den Einsatz von KI-gestützten Kameras zur Überwachung des Verkehrs in Wohngebieten von Bergisch Gladbach gefordert. Der Vorschlag ist eine Reaktion auf die wachsende Sorge über vermehrte Schleichwege während der Bauarbeiten an der Altenberger Domstraße. Die Fraktion von Volt/FWG setzt sich für eine strengere Durchsetzung der Regelungen ein, die bestimmte Straßen nur für Anwohner freigeben.
Seit dem 9. Februar 2026 ist die Altenberger Domstraße in südlicher Richtung für etwa neun Monate wegen Bauarbeiten gesperrt. Die offizielle Umleitung verlängert die Fahrt über Leverkusen-Schlebusch um etwa acht Kilometer und 20 Minuten. Anwohner befürchten, dass Autofahrer stattdessen die Nittumer Weg und den Zehntweg als inoffizielle Abkürzungen nutzen könnten.
Die Volt/FWG-Gruppe schlägt nun vor, moderne Kamerasysteme einzusetzen, um die Anwohnerregelungen auf diesen Straßen durchzusetzen. Die Technologie, die bereits in der Schweiz im Einsatz ist, würde Nummernschilder und Zeitstempel prüfen, um unerlaubte Fahrzeuge zu identifizieren. Dabei sollen die Datenschutzbestimmungen strikt eingehalten werden.
Auf der kommenden Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehrsflächen am 3. März 2026 wird die Gruppe offiziell eine Prüfung des Plans beantragen. Sie betont, dass eine Umsetzung eine klare rechtliche Grundlage, eine gründliche Kosten-Nutzen-Analyse sowie eine transparente Öffentlichkeitsarbeit erfordern würde. Die engen und schlecht einsehbaren Straßen gelten als ungeeignet für zusätzlichen Verkehr.
Im Mittelpunkt des Vorschlags steht der Schutz der Anwohner vor erhöhtem Durchgangsverkehr während der Bauarbeiten. Sollte der Plan genehmigt werden, wäre für den Einsatz des Kamerasystems eine rechtliche Absicherung sowie eine weitere Prüfung notwendig. Bisher liegt keine offizielle Stellungnahme der Leverkusener Verwaltung zu ähnlichen Anliegen vor.






