Kempener Bürger gründen Energiegenossenschaft für Ökostrom aus Photovoltaik und Windkraft
Felix SchneiderKempener Bürger gründen Energiegenossenschaft für Ökostrom aus Photovoltaik und Windkraft
Neue Energiegenossenschaft in Kempen gestartet – Bürger können in Ökostrom investieren
In Kempen hat sich eine neue Energiegenossenschaft gegründet, die den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region vorantreiben will. Die im November 2025 ins Leben gerufene Bürgerenergiegenossenschaft Kempen lädt Anwohner ein, sich finanziell zu beteiligen und an lokalen Projekten für grüne Energie mitzuwirken. Den Anfang machen Photovoltaik und Windkraft als erste Schwerpunkte.
Die Genossenschaft ist demokratisch organisiert: Jedes Mitglied verfügt über eine Stimme bei wichtigen Entscheidungen. Die Finanzierung erfolgt über Beiträge der Mitglieder, Bankkredite und öffentliche Fördergelder. Wer mitmachen möchte, kann sich mit mindestens einem Anteil à 500 Euro beteiligen – maximal sind 40 Anteile pro Person möglich.
Den Aufsichtsrat leitet Rosemarie Merks; ihm gehören lokale Fachleute und Vertreter aus der Gemeinschaft an. Den Vorsitz des Vorstands hat Dr. Michael Rumphorst inne, der über 30 Jahre Erfahrung in der kommunalen Energieversorgung mitbringt. Sämtliche Vorstands- und Aufsichtsratsämter werden ehrenamtlich und ohne Vergütung ausgeübt.
Für den operativen Betrieb zeichnet ein dreiköpfiges Führungsteam verantwortlich: Ludger Rupp, Thomas Pegels und Carsten Seel. Gewinne sollen in Form jährlicher Dividenden ausgeschüttet werden, wobei eine Rendite zwischen 2,5 und 5 Prozent angestrebt wird. Als erstes Projekt plant die Genossenschaft eine Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Kempen.
Stand Ende 2026 liegen noch keine offiziellen Zahlen zur Mitgliederzahl vor. Solche Daten werden in der Regel erst in den Jahresberichten veröffentlicht, die bisher noch ausstehen.
Die Bürgerenergiegenossenschaft Kempen bietet Anwohnern die Möglichkeit, direkt in lokale erneuerbare Energien zu investieren. Mit dem Fokus auf Photovoltaik und Windkraft will die Initiative ihre Projekte in den kommenden Jahren ausbauen. Die Mitgliedschaft bleibt allen offen, die bereit sind, mindestens 500 Euro pro Anteil einzubringen.






