Holger Güllner bleibt der politischen Wahlforschung auch nach seinem Rückzug treu
Noah MayerHolger Güllner bleibt der politischen Wahlforschung auch nach seinem Rückzug treu
Holger Güllner, Gründer des Forsa-Instituts für Sozialforschung und statistische Analysen GmbH, wird auch nach seinem Rückzug aus der operativen Führung weiterhin aktiv in der politischen Meinungsforschung tätig bleiben. Er plant, weiterhin tägliche Umfrageergebnisse und Fachanalysen für Medien und Entscheidungsträger bereitzustellen. Seine Karriere begann mit einer persönlichen Leidenschaft für die Meinungsforschung, die später zu seinem beruflichen Schwerpunkt wurde.
Güllner baute Forsa zu einem der führenden Institute für politische Wahlumfragen aus, mit viel beachteten Erhebungen wie den Ergebnissen vom Januar 2026, die CDU/CSU bei 26 Prozent und die AfD bei 24 Prozent sahen. Das Institut hat sich zudem in neue Bereiche ausgeweitet, darunter Gesundheits- und Verbrauchertrends, und setzt bei Projekten wie dem Deutschland-Monitor 2025 auf moderne Methoden wie telefonische Befragungen mit computergestützter Datenerfassung (CATI).
Seit Langem vertritt Güllner die Auffassung, dass direkte Wahlumfragen unverzichtbar bleiben – selbst in einer Zeit, in der Technologiekonzerne riesige Mengen an Nutzerdaten sammeln. Die Marktforschung, so betont er, sei keineswegs überholt, auch wenn es sich um einen lukrativen Sektor handle. Gleichzeitig kritisiert er unethische Praktiken in der Branche, bei denen einige Unternehmen durch intransparente Methoden unzuverlässige Wahlumfrageergebnisse produzieren.
Künftig wird Güllner die Forsa-Geschäftsführung in Fragen der politischen und Wahlforschung beraten. Zudem führt er seinen Newsletter fort, in dem er datengestützte Einblicke bietet und zugleich vor der manipulativen Nutzung von Wahlumfrageergebnissen durch Medien und Politiker warnt. Primärforschung, so seine Überzeugung, müsse stets im Kontext anderer verfügbarer Belege bewertet werden, um Verzerrungen zu vermeiden.
Güllners anhaltendes Engagement sichert Forsa weiterhin seine Expertise in Wahlumfragen und Analysen. Tägliche Updates und kontextualisierte Forschung bleiben zentraler Bestandteil seiner Arbeit. Sein Ansatz unterstreicht die Bedeutung von Transparenz und Genauigkeit in einer Branche, die zunehmend unter Beobachtung steht.