Heidelberg Materials schließt Zementwerk in Paderborn für CO₂-arme Zukunft
Moritz NeumannHeidelberg Materials schließt Zementwerk in Paderborn für CO₂-arme Zukunft
Heidelberg Materials stellt Zementwerk in Paderborn ein – Teil des Umstiegs auf CO₂-arme Produktion
Im Rahmen einer umfassenden Neuausrichtung hin zu klimafreundlicherer Produktion schließt Heidelberg Materials sein Zementwerk in Paderborn. Der Schritt folgt auf einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach herkömmlichem Zement und eine strategische Weichenstellung, um CO₂-reduzierte Alternativen an allen Standorten auszubauen.
Die Entscheidung hat bereits Auswirkungen auf den Aktienkurs des Unternehmens gezeigt: Innerhalb des vergangenen Monats verlor die Aktie fast 18 Prozent an Wert.
Das Werk in Paderborn betrieb seit 2022 einen kleinen Drehrohrofen im Pilotbetrieb, in dem der innovative CO₂-arme Zement Ternocem® getestet wurde. Mit der Schließung wird die weitere Entwicklung dieses Produkts nun an einen anderen Standort verlegt.
Die Stilllegung ist Teil einer größeren Optimierung des europäischen Produktionsnetzwerks von Heidelberg Materials. Während das Zementwerk geschlossen wird, bleiben der Steinbruch des Tochterunternehmens Mineralik sowie der lokale Transportbetonbetrieb in Paderborn weiterhin in Betrieb.
Von der Schließung sind 53 Mitarbeiter betroffen. Das Unternehmen hat jedoch zugesagt, sozialverträgliche Lösungen zu finden, darunter mögliche Versetzungen in nahegelegene Werke.
Trotz der aktuellen Umstrukturierung verzeichnete Heidelberg Materials für das Jahr 2025 Rekordzahlen in der Bilanz. Auf einer Analystenkonferenz am 25. Februar 2026 werden weitere Details zur Unternehmensperformance und -strategie vorgestellt.
Die Schließung des Paderborner Werks markiert einen wichtigen Schritt im Wandel von Heidelberg Materials hin zur CO₂-armen Zementproduktion. Der Aktienrückgang spiegelt die Reaktion der Anleger auf die Kapazitätsanpassungen und die Klimastrategie des Konzerns wider.
Betroffenen Mitarbeitern werden Unterstützungsangebote unterbreitet, während die verbleibenden Aktivitäten in Paderborn unter der Tochter Mineralik fortgeführt werden.