19 February 2026, 00:41

Hamm startet "Autofreie Fastenzeit" – 200.000 Kilometer fürs Klima

Ein Vintage-Plakat, das Fahrräder und Automobile in Cottereau und Dijon, Frankreich, bewirbt und eine Gruppe von Menschen zeigt, die Fahrräder fahren und eine Kutsche gezogen von einem Pferd, mit den Worten "Fahrräder und Automobile" oben.

Hamm startet "Autofreie Fastenzeit" – 200.000 Kilometer fürs Klima

Hamm startet "Autofreie Fastenzeit" – Kampagne für weniger Verkehr und mehr Klimaschutz

Hamm hat seine jährliche Kampagne "Autofreie Fastenzeit" gestartet und ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, während der Fastenzeit weniger Auto zu fahren. Die von der Sparkasse Hamm organisierte Initiative zielt darauf ab, Staus zu verringern und den CO₂-Ausstoß in der Stadt zu senken.

Das Hauptziel der Aktion: Bis 2025 sollen 200.000 Autokilometer eingespart werden – das würde rund 40 Tonnen CO₂ ersparen. Um die Teilnahme zu fördern, spendet die Sparkasse Hamm für jeden gesparten Kilometer einen Cent. Das gesammelte Geld fließt in den Kauf von Warnwesten für Radfahrer. Die ersten 50 angemeldeten Teilnehmer erhalten eine Weste kostenlos, alle weiteren nehmen an einer Verlosung teil.

Höhepunkt der diesjährigen Auflage ist eine Sonderveranstaltung mit einem wasserstoffbetriebenen Bus, betrieben vom lokalen Versorgungsunternehmen. Schüler der Marienschule steigen ein, um an einer Demonstration teilzunehmen: Sie zeigt, wie viel Platz der Autoverkehr im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln einnimmt.

Während es in Deutschland keine bundesweite "autofreie Fastenzeit" gibt, haben Städte wie Berlin, München und Köln in den vergangenen Jahren temporäre autofreie Zonen und Mobilitätskampagnen eingeführt. Dazu gehörten der Ausbau von Fußgängerbereichen, Rabatte im ÖPNV und die Verbesserung der Radinfrastruktur. Hamms Initiative folgt einem ähnlichen Ansatz und fordert die Einwohner auf, ihre Gewohnheiten zu überdenken und Alternativen zum Auto zu nutzen.

Die Kampagne läuft während der gesamten Fastenzeit, wobei die Organisatoren den Fortschritt Richtung 200.000-Kilometer-Ziel dokumentieren. Bei Erfolg könnte der reduzierte Autoverkehr Staus mindern und die Luftqualität in Hamm verbessern. Die Spendengelder kommen zudem langfristig sicherer Radausstattung zugute – und stärken so nachhaltige Verkehrsentscheidungen.