Hamm setzt auf globale Nachhaltigkeit mit neuer Entwicklungspolitik-Koordinatorin
Felix SchneiderHamm setzt auf globale Nachhaltigkeit mit neuer Entwicklungspolitik-Koordinatorin
Hamm hat Annika Behrens zur neuen Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik ernannt. Sie trat die Stelle am 1. August 2025 an und wird sich vor allem darauf konzentrieren, die Beziehungen der Stadt zu internationalen Partnern zu stärken. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Nachhaltigkeit, fairer Handel sowie die Zusammenarbeit mit Kommunen des Globalen Südens.
Bevor Behrens nach Hamm wechselte, arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am UNESCO-Lehrstuhl der Technischen Universität Dortmund. Während ihres Studiums in Südspanien eignete sie sich fließende Spanischkenntnisse an – eine Fähigkeit, die ihr bei der Zusammenarbeit mit Mazatlán in Mexiko zugutekommen wird. Diese Partnerschaft wird ein zentraler Bestandteil ihrer neuen Position sein.
Die Stelle wird von der Engagement Global gGmbH über die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt finanziert und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt. Der Vertrag läuft zunächst über zwei Jahre mit der Option auf eine zweijährige Verlängerung. Behrens wird eng mit Hamms Klimaschutzmanager Tobias Garske sowie der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Town zusammenarbeiten.
Die Position ist an die Agenda 2030 der Vereinten Nationen angelehnt und konzentriert sich auf fairen Handel sowie nachhaltige Beschaffung innerhalb der Stadtverwaltung. Ähnliche Stellen, bekannt als KEpol (Kommunale Entwicklungspolitische/r Koordinator/in), wurden bereits in rund 50 deutschen Kommunen eingerichtet. Bis 2026 soll diese Zahl auf etwa 150 steigen. Städte wie Bonn und Dortmund verfügen bereits über erfolgreiche Projekte: Bonn konnte seit 2015 durch seine Fairtrade-Zertifizierung über 20 lokale Lieferantenpartnerschaften aufbauen, während Dortmunder Mikrofinanzinitiativen seit 2018 mehr als 500 Unternehmerinnen in Afrika unterstützt haben.
Behrens' Ernennung unterstreicht Hamms Engagement für globale Nachhaltigkeit und fairen Handel. Ihre Arbeit wird bestehende Partnerschaften ausbauen und gleichzeitig neue Initiativen im Einklang mit den internationalen Entwicklungszielen vorantreiben. Die Stadt plant, ihre Aktivitäten in diesen Bereichen in den kommenden Jahren weiter auszuweiten.






