Gütersloh wird zum Zentrum der Standesamtsfortbildung in Westfalen-Lippe
Charlotte SimonGütersloh wird zum Zentrum der Standesamtsfortbildung in Westfalen-Lippe
Herbstfortbildung 2025 des Landesverbandes Westfalen-Lippe der Standesbeamten in Gütersloh
Letzte Woche fand im Gütersloher Rathaus die Herbstfortbildung 2025 des Landesverbandes Westfalen-Lippe der Standesbeamten statt. Die vom örtlichen Standesamt organisierte Veranstaltung widmete sich aktuellen Entwicklungen im Namensrecht sowie rechtlichen Herausforderungen in der Standesamtsarbeit. Über 100 Standesbeamtinnen und Standesbeamte sowie Verwaltungsmitarbeitende nahmen an der zweitägigen Schulung teil.
Die Planung der Konferenz begann bereits ein Jahr im Voraus unter der Leitung von Barbara Glaser vom Gütersloher Standesamt. Die Fortbildung selbst wurde von Barbara Horenkamp und Andreas Stenzel durchgeführt und behandelte aktuelle Änderungen in den Namensvorschriften sowie deren praktische Auswirkungen.
Die Namensrechtsreform 2024 hat die Arbeitsbelastung in deutschen Standesämtern deutlich erhöht – mit Ausnahme der Region Westfalen-Lippe. Durch bundesweit vereinheitlichte Regeln für Doppelnamen ist die Zahl der Antragsverfahren auf Namensänderungen laut Angaben des Statistischen Bundesamtes von Anfang 2026 um 20 bis 30 Prozent gestiegen. Die Teilnehmenden nutzten die Fortbildung, um sich über diese Herausforderungen auszutauschen und bewährte Lösungsansätze zu diskutieren.
Die Ausrichtung der Veranstaltung in Gütersloh war zugleich ein Beitrag zu den Feierlichkeiten zum 200-jährigen Stadtjubiläum. Claudia Wiegelmann, Leiterin des Bürger- und Ausländeramts sowie Direktorin des örtlichen Standesamts, bezeichnete die Zusammenkunft im Nachgang als "eine rundum gelungene Veranstaltung in einem besonders schönen Rahmen".
Die Fortbildung vermittelte den Standesbeamtinnen und Standesbeamten aktualisiertes Wissen zu rechtlichen Abläufen und den Neuerungen im Namensrecht. Angesichts steigender Antragszahlen zielte die Schulung darauf ab, die Effizienz bei der Bearbeitung der neuen Anforderungen zu verbessern. Gleichzeitig unterstrich die Veranstaltung Güterslohs Rolle bei der Förderung der beruflichen Weiterbildung von Standesamtsmitarbeitenden.






