13 March 2026, 06:02

Grüne in Solingen-Ohligs kämpfen für umstrittenen Stadtring mit neuem Konzept

Eine Stadtstraße mit einer Fußgängerbrücke, Fahrzeugen, Fußgängern, einem Zaun, Topfpflanzen, Schildern, Laternen, Strommasten mit Drähten, Bäumen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Grüne in Solingen-Ohligs kämpfen für umstrittenen Stadtring mit neuem Konzept

Die Grünen in Solingen-Ohligs setzen sich für den Ohligser Stadtring ein, ein seit langem diskutiertes Verkehrsprojekt, das die Sicherheit und den öffentlichen Nahverkehr verbessern soll. Der Vorschlag stößt seit über zwei Jahrzehnten auf Widerstand, da Anwohner:innen und Aktivist:innen Bedenken wegen der Auswirkungen auf die Umwelt und die Wohnviertel äußern. Nun argumentieren die Grünen, dass das Projekt sicherere Wege – insbesondere in der Nähe von Schulen – sowie bessere Busverbindungen im gesamten Stadtteil schaffen werde.

Der Ohligser Stadtring wurde erstmals in den frühen 2000er-Jahren vorgeschlagen, scheiterte jedoch immer wieder am öffentlichen Widerstand. Bürgerinitiativen lehnten das Vorhaben ab, da sie mehr Verkehr und Beeinträchtigungen für die Wohngebiete befürchteten. Im Laufe der Jahre pendelte die lokale Politik zwischen der Unterstützung der Ringstraße und der Bevorzugung von Alternativen wie dem Ausbau der Radinfrastruktur oder der Verbesserung des öffentlichen Verkehrs. Bis Mitte der 2020er-Jahre wurde die vollständige Ringstraße zugunsten kleinerer verkehrspolitischer Maßnahmen verworfen.

Die Grünen präsentieren den Stadtring nun als Teil einer umfassenden Mobilitätsstrategie, die mit dem beschlossenen Verkehrsplan Solingens im Einklang steht. Sie betonen, dass der Fokus von Parkplatzstreitigkeiten hin zu sichereren Straßen und besserer Vernetzung verschoben werden müsse. Zu den zentralen Verbesserungen zählen barrierefreie Bushaltestellen, die Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zugutekommen, sowie eine Entlastung des Stadtzentrums vom Verkehr. Neue Linien sollen zudem bisher schlecht angebundene Gebiete erschließen.

Die Sicherheit im Umfeld von Schulen bleibt ein zentrales Anliegen – insbesondere im Bereich Rennpatt. Hilke Barenthien, zweite stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, verweist auf die Verantwortung der Stadt, Kinder auf ihrem Schulweg zu schützen. Die Grünen beschreiben Rennpatt als von parkenden Autos überflutet, die die Sicht behindern und Gefahrenstellen schaffen. Als Lösungsansätze schlagen sie Maßnahmen wie Anwohnerparkausweise oder zeitliche Beschränkungen vor, statt das Projekt komplett zu verwerfen.

Trotz der Argumente der Grünen bleibt der Stadtring umstritten. Die anstehenden politischen Debatten werden zeigen, ob sich die widerstreitenden Prioritäten – Verkehrsfuß, Umweltschutz und die Belange der Anwohner:innen – unter einen Hut bringen lassen.

Der Ohligser Stadtring spaltet weiterhin die Meinungen: Die Grünen stilisieren ihn als unverzichtbar für Sicherheit und Verkehrsanbindungen. Bei einer Genehmigung würde der Plan barrierefreie Haltestellen, neue Buslinien und strengere Parkregelungen in Schulnähe einführen. Die nächste Runde der Diskussionen wird entscheiden, ob das Projekt vorankommt oder ob alternative Lösungen an seine Stelle treten.

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