15 April 2026, 16:03

Großübung "Modell 47" testet Justiz-Notfallpläne in NRW unter Extrembedingungen

Eine Gruppe von Menschen steht vor Polizeifahrzeugen mit Barrieren im Vordergrund und einer Brücke im Hintergrund während einer Demonstration in Berlin, Deutschland.

Großübung "Modell 47" testet Justiz-Notfallpläne in NRW unter Extrembedingungen

Großübung testet Notfallverfahren der Justiz in Nordrhein-Westfalen

Am 9. Juli 2025 wurde in Nordrhein-Westfalen eine großangelegte Krisensimulation durchgeführt, um die Notfallfähigkeit der Justiz zu prüfen. Unter dem Namen "Modell 47" arbeiteten Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte unter extremen Bedingungen zusammen – selbst bei einem landesweiten Stromausfall gelang es den Behörden, einen Verdächtigen festzunehmen und rechtliche Schritte ohne Unterbrechung einzuleiten.

An der Übung beteiligten sich führende Vertreter aus Justiz und Sicherheitsbehörden. Neben Staatssekretärin Dr. Daniela Brückner aus dem NRW-Justizministerium nahm auch der Polizeipräsident Olaf Wicher vom Oberlandesgericht Hamm teil. Zudem waren der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Tino Seesko von der Generalstaatsanwaltschaft Hamm sowie Polizeidirektor Thomas Vogt von der Kreispolizeibehörde Hochsauerland vor Ort.

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Während der Simulation wurden die Kommunikationswege zwischen Landgericht, Amtsgerichten, Staatsanwaltschaften und der örtlichen Polizei auf die Probe gestellt. Trotz des simulierten Blackouts koordinierten die Behörden erfolgreich die Festnahme eines Verdächtigen. Der Beschuldigte wurde einem Haftrichter vorgeführt und später in eine Justizvollzugsanstalt überstellt – ein Beweis dafür, dass rechtliche Abläufe auch unter Krisenbedingungen reibungslos funktionieren können.

Vertreter des NRW-Innenministeriums verfolgten die Übung als Beobachter. Die Ergebnisse bestätigten, dass Notfallsysteme und alternative Protokolle die Handlungsfähigkeit von Justiz und Polizei auch in Extremsituationen sichern.

Der Erfolg von "Modell 47" zeigt, dass die Justiz- und Sicherheitsstrukturen in Nordrhein-Westfalen selbst bei schweren Störungen funktionsfähig bleiben. Die Behörden verfügen nun über erprobte Verfahren, um Festnahmen, Gerichtsverhandlungen und Ingewahrsamnahmen auch bei Ausfall der regulären Infrastruktur durchzuführen. Die Übung setzt Maßstäbe für die künftige Krisenvorsorge in der Region.

Quelle