29 April 2026, 00:11

Grillplatz am Bülowplatz in Solingen löst heftigen Streit zwischen Anwohnern und Stadt aus

Grill mit Fleisch darauf auf einem Kiesgelände, umgeben von einem Holzzaun und Bäumen, mit Rauch, der aus dem Grill aufsteigt.

Grillplatz am Bülowplatz in Solingen löst heftigen Streit zwischen Anwohnern und Stadt aus

Pläne für einen offiziellen Grillplatz am Bülowplatz in Solingen stoßen auf heftigen Widerstand. Lokale Initiativen argumentieren, der vorgesehene Standort liege zu nah an Wohnhäusern und würde Lärm, Rauch und Geruchsbelästigungen mit sich bringen. Die Debatte hat inzwischen eine politische Dimension angenommen – die Stadtverwaltung gerät zunehmend unter Druck, ihren Vorschlag zu überdenken.

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Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) lehnt die Pläne kategorisch ab. Sie macht Fachbereich 4, geleitet von Dagmar Becker, für die Wahl des Standorts verantwortlich, der direkt an Wohngebäude grenzt. Der Verband bezeichnete es als "unverständlich", dass diese Fläche überhaupt in Betracht gezogen wurde.

Anwohner und die BfS warnen, dass Grillaktivitäten am Bülowplatz die Lebensqualität der Nachbarn deutlich beeinträchtigen würden. Rauch, anhaltende Gerüche und zusätzlicher Lärm würden zu Dauerproblemen, so ihre Befürchtung. Die Bürgerinitiative verweist zudem auf frühere Gerichtsurteile zu Grillverboten in Wohngebieten und wirft der Stadt vor, rechtliche Risiken zu ignorieren.

Die BfS fordert nun, den Bülowplatz als Standort endgültig zu verwerfen. Stattdessen soll die Stadt nach Alternativen suchen, die weiter von Wohngebieten entfernt liegen. Zudem verlangt der Verband, dass Anwohner künftig bereits in einer viel früheren Phase bei Entscheidungen über öffentliche Flächen mit einbezogen werden.

Angesichts der eskalierenden Spannungen wird der Bezirksrat in Kürze beraten, ob die Verwaltung an ihrem aktuellen Plan festhalten oder nachgeben soll. Auch der Bezirksvertreter Jan Salewski hat sich der Kritik angeschlossen und erhöht so den Druck auf die Verantwortlichen.

Ursprünglich wollte die Stadt mit dem Grillplatz Erholungsflächen schützen und Nutzungskonflikte verringern. Doch die BfS hält dagegen: Der gewählte Standort werde genau das Gegenteil bewirken – er werde neue Streitigkeiten schüren und die Anwohner zusätzlich belasten.

Das Schicksal des Grillplatzes hängt nun von der anstehenden Abstimmung im Bezirksrat ab. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnte dies ein Präzedenzfall dafür werden, wie Solingen künftig öffentliche Freizeitflächen mit den Interessen der Anwohner in Einklang bringt. Die BfS hat bereits angekündigt, dass sie weiter für eine andere Lösung kämpfen wird, falls ihre Forderungen ignoriert werden.

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