"Golden" begeistert bei den Oscars: Koreanische Dämonenjägerinnen erobern die Bühne
Noah Mayer"Golden" begeistert bei den Oscars: Koreanische Dämonenjägerinnen erobern die Bühne
Eine kurze, aber eindrucksvolle Darbietung aus dem kommenden Film KPop Demon Hunters stand im Mittelpunkt der 98. Academy Awards am 15. März 2025. Die dreiminütige und 22 Sekunden lange Choreografie mit dem Titel Golden verband traditionelle koreanische Elemente mit modernem Tanz. Hinter den Kulissen spielte die in Korea geborene Choreografin Jung Da-eun eine Schlüsselrolle bei der Vermittlung kultureller Authentizität.
Die Performance begann mit einem rituellen Tanz, der böse Geister vertreiben und Menschen zusammenbringen sollte. Sie präsentierte Samulnori-Kostüme, Hanbok-Gewänder und Pansori-Gesangstraditionen – alles neu interpretiert für ein zeitgenössisches Publikum. Auf der Bühne trat Jung Da-eun als eine von drei "uralten Dämonenjägerinnen" auf, begleitet von der in Los Angeles ansässigen Samulnori-Gruppe Oolim.
Jung, die Abschlüsse der Nationalen Gugak-Mittel- und Oberschule Koreas, der Ewha Womans University und der UCLA besitzt, sieht sich selbst als moderne Choreografin und nicht als traditionelle koreanische Tänzerin. Diese Unterscheidung war ihr wichtig, um jede Gefahr kultureller Aneignung zu vermeiden. Später betonte sie, dass das Produktionsteam das Material mit großer Achtung und Sorgfalt behandelt habe.
Die Choreografie wurde gemeinsam von der US-amerikanischen Choreografin Mandy Moore und Jung Da-eun inszeniert. Jungs frühere Werke wie Byoul und Norri erkunden häufig die Schnittmenge zwischen östlichen und westlichen Bewegungstraditionen und verschmelzen Altes mit Neuem. Ihre Mitwirkung sorgte dafür, dass der Oscar-Auftritt seinen Wurzeln treu blieb und gleichzeitig kreative Grenzen sprengte.
Die Golden-Darbietung markierte einen seltenen Moment koreanischer kultureller Repräsentation auf der Oscar-Bühne. Indem sie Ritual, Tradition und modernen Tanz verband, zeigte sie, wie Erbe frische künstlerische Ausdrucksformen inspirieren kann. Die Zusammenarbeit zwischen Jung Da-eun und dem Filmteam setzte Maßstäbe für künftige interkulturelle Projekte.






