10 February 2026, 16:03

Gericht verurteilt Meta zu 30 Millionen Euro Netzentgelten an die Telekom

Eine Liniengrafik, die die Anzahl neuer Fälle pro Million in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datenkontext bereitstellt.

Urteil: Meta muss Telekom 30 Millionen Euro zahlen - Gericht verurteilt Meta zu 30 Millionen Euro Netzentgelten an die Telekom

Ein deutsches Gericht hat Meta, die Muttergesellschaft von Facebook, verurteilt, an die Deutsche Telekom rund 30 Millionen Euro an ausstehenden Netzentgelten zu zahlen. Das Urteil beendet einen langjährigen Streit über Datenübertragungskosten, die mit Diensten wie Facebook, WhatsApp und Instagram zusammenhängen. Die Entscheidung markiert einen wichtigen Moment in der anhaltenden Debatte darüber, ob US-Technologiekonzerne sich an den Infrastrukturkosten der europäischen Telekommunikationsbranche beteiligen sollten.

Der Rechtsstreit begann, nachdem Meta 2021 die Zahlungen an die Deutsche Telekom für die Netznutzung eingestellt hatte. Der Telekommunikationsriese argumentierte, dass Metas Tochterunternehmen Edge Network Gebühren für die Abwicklung des Datenverkehrs seiner Plattformen schulde. Meta entgegnete, es gebe keinen direkten Vertrag und behauptete, die Deutsche Telekom bediene lediglich ihre eigenen Kunden.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf wies Metas Argumente am 10. Februar 2026 zurück. Die Richter urteilten, dass Edge Network trotz der Möglichkeit, den Datenverkehr über andere Anbieter umzuleiten, eine gültige Zahlungspflicht habe. Das Gericht wies zudem den Vorwurf zurück, die Deutsche Telekom missbrauche eine marktbeherrschende Stellung, ging jedoch nicht auf die weiteren Branchenkonflikte mit anderen US-Unternehmen wie Amazon oder Google ein.

Das Urteil bestätigt zwar eine Vorinstanz, verlängert jedoch den Zahlungszeitraum und erhöht die Gesamtsumme auf 30 Millionen Euro. Die Deutsche Telekom begrüßte das Urteil und erklärte, es bestätige ihre rechtliche Position. Gleichzeitig setzt der Fall einen Präzedenzfall und unterstreicht, dass Netzbetreiber für die Beförderung von Datenverkehr eine Vergütung verlangen können.

Die Entscheidung zwingt Meta, die ausstehenden 30 Millionen Euro für die Datenübertragung zu begleichen. Zudem stärkt sie die Position der Deutschen Telekom in der sogenannten "Fair-Share"-Debatte, in der europäische Telekommunikationsunternehmen finanzielle Beiträge von großen Technologiekonzernen fordern. Zwar löst das Urteil nicht den übergeordneten Branchenkonflikt, es schafft jedoch einen rechtlichen Rahmen für künftige Auseinandersetzungen.