Geretteter Mercedes-Krankenwagen rollt bald an die ukrainische Front
Charlotte SimonGeretteter Mercedes-Krankenwagen rollt bald an die ukrainische Front
Ein voll einsatzfähiger Krankenwagen von Mercedes-Benz aus dem Kreis Herford wird an den Verein Helpchain e.V. gespendet. Nach entsprechenden Umrüstungen für den Fronteinsatz soll das Fahrzeug bald in die Ukraine gebracht werden. Die Spende ist Teil der laufenden Hilfsmaßnahmen der Organisation für die Zivilbevölkerung in Krisengebieten.
Der Krankenwagen, der etwa 230.000 Kilometer zurückgelegt hat, hatte in Deutschland das Ende seiner Nutzungsdauer erreicht. Vor dem Einsatz erhält er eine schützende Kevlar-Schicht sowie eine Tarnfolie, um die Sicherheit in Hochrisikogebieten zu erhöhen. Anschließend wird das Fahrzeug in zivilen Schutzoperationen nahe der ukrainischen Frontlinie im Einsatz sein.
Helpchain e.V. ist seit seiner Gründung im März 2022 rasant gewachsen. Mittlerweile arbeiten rund 60 Ehrenamtliche täglich in acht deutschen Lagern, darunter Standorte in Enger und Herford. Allein 2022 lieferte die Organisation über 400 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine – insgesamt sind es in den letzten Jahren bereits 1.500 Tonnen geworden.
Neben Krankenwagen transportiert der Verein lebenswichtige Güter wie Stromgeneratoren, Campingkocher und medizinische Ausrüstung. Bisher wurden 17 Krankenwagen und mehr als 60 weitere Fahrzeuge in die Ukraine gebracht. Eugen Laschinski, der Gründer von Helpchain, wurde kürzlich für sein Engagement zum offiziellen Kulturdiplomaten der Ukraine ernannt.
Der generalüberholte Krankenwagen wird die Fähigkeiten der Organisation stärken, Zivilisten in gefährdeten Regionen zu unterstützen. Mit kontinuierlichen Lieferungen von Fahrzeugen und Hilfsgütern bleibt Helpchain ein zentraler Akteur in der humanitären Hilfe für die Ukraine. Das umgerüstete Fahrzeug soll die Notfallversorgung an der Front verbessern.