Gamescom 2024: Hinter der Begeisterung lauern Hass und Einsamkeit in der Gaming-Welt
Felix SchneiderGamescom 2024: Hinter der Begeisterung lauern Hass und Einsamkeit in der Gaming-Welt
Die Gamescom, die größte Spielemesse der Welt, öffnet diese Woche in Köln ihre Tore
Von Mittwoch bis Sonntag versammelt die Veranstaltung Entwickler, Publisher und Fans. Doch hinter der Begeisterung für die neuesten Spiele offenbart eine aktuelle Studie besorgniserregende Trends unter passionierten Gamern – von weitverbreiteter Belästigung bis hin zu extremen politischen Ansichten.
Eine kürzlich durchgeführte Umfrage zeigt: 43 % der Hardcore-Gamer glauben, dass Jüdinnen und Juden zu viel globalen Einfluss hätten. Dieser Wert liegt deutlich über den 26 % aller Spieler, die diese Meinung teilen. In derselben Gruppe zeigen sich zudem starke Feindseligkeit gegenüber LGBTQ+-Personen sowie antifeministische Einstellungen.
Beleidigungen sind in Gaming-Communities an der Tagesordnung. Rund 14 % aller Spieler – ob Gelegenheits- oder Intensivnutzer – berichten von häufigen oder sehr häufigen Beschimpfungen. Bei Hardcore-Gamern steigt dieser Anteil auf 38 %. Viele erleben zudem Drohungen mit körperlicher Gewalt oder Vergewaltigung. Ein weiteres Problem ist Einsamkeit: 58 % der leidenschaftlichen Spieler geben an, sich isoliert zu fühlen. Trotz dieser Herausforderungen sind sie politisch aktiver als der Durchschnitt – 27 % nahmen im vergangenen Jahr an einer Demonstration teil.
Die Gamescom 2026 steht bereits in zwei getrennten Zeiträumen fest: vom 21. bis 23. August und vom 26. bis 30. August, jeweils in Köln.
Die Messe unterstreicht sowohl das Wachstum der Branche als auch ihre anhaltenden Probleme. Belästigung, extremistische Ansichten und soziale Isolation bleiben zentrale Sorgen unter engagierten Spielern. Mit der weiter wachsenden globalen Gaming-Community könnten Veranstalter und Entwickler zunehmend unter Druck geraten, diese Missstände anzugehen.