20 February 2026, 18:05

Fünf Jahre Haft nach vorsätzlicher Überfahrung bei Düsseldorfer Straßenfest

Eine Schwarz-Weiß-Szene eines Autounfalls an einer Straßenkreuzung, mit mehreren Fahrzeugen einschließlich eines Lieferwagens, einer Gruppe von Menschen drumherum und Gebäuden, Bäumen, Pfählen und Texttafeln im Hintergrund.

Frau absichtlich überfahren: Fünf Jahre Haft - Fünf Jahre Haft nach vorsätzlicher Überfahrung bei Düsseldorfer Straßenfest

Ein 22-jähriger Mann ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er seine Lebensgefährtin Tante bei einem Straßenfest in Düsseldorf vorsätzlich überfahren hatte. Der brutale Angriff ereignete sich am 7. September 2021 und hinterließ bei der Geschädigten schwere Verletzungen. Das Gericht stellte fest, dass der Angeklagte mit Tötungsurteil handelte – obwohl er weder einen Führerschein besaß noch nüchtern war.

Das Verbrechen geschah während eines Düsseldorfer Straßenfests, wo der bereits alkoholisierte und fahrerlaubnislose Angeklagte sich ans Steuer setzte. Augenzeugen berichteten, wie er gezielt über das wehrlose Opfer fuhr, das am Boden lag. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, seine Tat sei absichtlich erfolgt, mit dem Ziel, schweren Schaden anzurichten.

Der Prozess selbst eskalierte, als es im Flur des Gerichtsgebäudes zu einer Massenschlägerei zwischen verfeindeten Familienangehörigen beider Seiten kam. Die Spannungen waren bereits vor dem Urteil hoch, da Täter und Opfer durch familiäre Bande verbunden waren: Sie war die Tante seiner Partnerin, mit der er zwei Kinder hat und nach Romani-Tradition verheiratet ist.

Wegen versuchten Totschlags verurteilt, muss der Angeklagte zudem 9.000 Euro Schadensersatz an die Geschädigte zahlen. Sein Verteidiger kündigte umgehend Berufung an und fordert eine Bewährungsstrafe. Die Verteidigung verwies auf seine Rolle als junger Vater und die fast sechs Monate Untersuchungshaft, die er bereits verbüßt habe, als Gründe für Milde.

Der Fall hat tiefe Gräben zwischen den beiden Familien hinterlassen, und das Urteil wird den Konflikt kaum entschärfen. Während der Verurteilte nun fünf Jahre im Gefängnis verbringen muss, kämpft das Opfer weiterhin mit den Folgen seiner Verletzungen. Sollte die Berufung vorankommen, könnten sich die juristischen Auseinandersetzungen noch weiter hinziehen.