Friedliche kurdische Großdemo in Hagen endet mit politischem Appell an die EU
Felix SchneiderFriedliche kurdische Großdemo in Hagen endet mit politischem Appell an die EU
Am 22. Januar fand in der Hagener Innenstadt eine kurdische Kundgebung mit etwa 2.500 Teilnehmenden statt. Die angemeldete und von den Behörden genehmigte Veranstaltung richtete einen dringenden Appell an die EU und die europäischen Regierungen, den großangelegten Krieg der Türkei und das ISIS-Regime in Syrien zu stoppen.
Die Demonstration verlief unter starkem Polizeiaufgebot, darunter auch Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei. Die Hagener Polizei setzte umfangreiche Verkehrsregelungen durch, was zu einigen Behinderungen im Umfeld führte. Trotz dieser Maßnahmen gab es während der Kundgebung keine größeren Zwischenfälle.
Drei Personen mussten sich wegen des Zeigens verbotener Fahnen strafrechtlich verantworten. Bei einem weiteren Teilnehmer wurden Quarzsandhandschuhe gefunden, was gegen Versammlungsrecht verstößt – auch hier leitete die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren ein. Vereinzelt wurden Feuerwerkskörper gezündet, die umgehend den Behörden gemeldet wurden. Polizeichef Stefan Boese zeigte sich im Nachhinein zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung. Er betonte die gute Zusammenarbeit zwischen den Veranstaltern und den Sicherheitskräften. Gegen 19 Uhr endete die Kundgebung ohne weitere Vorfälle.
Nach mehreren Stunden ging die Demonstration friedlich zu Ende. Zwar kam es zu kleineren Verstößen, doch schwere Störungen blieben aus, wie die Behörden bestätigten. Die Veranstaltung blieb den gesamten Nachmittag und Abend über auf ihre politische Botschaft fokussiert.