28 April 2026, 12:05

Frauenfilmfestival ehrt Sophie Maintigneux und feiert feministische Kämpfe um Gemeinschaftsland

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaert ist eine nationale Gefahr - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Frauenfilmfestival ehrt Sophie Maintigneux und feiert feministische Kämpfe um Gemeinschaftsland

Die letzte Ausgabe des Internationalen Frauenfilmfestivals (IFFF) Dortmund/Köln ehrte Sophie Maintigneux, eine renommierte Kamerafrau und Dozentin. Gleichzeitig setzte sich die Veranstaltung im Rahmen ihres Programms "Gemeinschaftsland" mit Themen wie kollektiver Landnutzung und Widerstand auseinander. Filme und Diskussionen beleuchteten den Kampf gegen Kolonialismus, weibliche Solidarität und die Forderung nach fairen Arbeitsbedingungen in der Filmbranche.

Der Festival-Schwerpunkt "Fokus: Gemeinschaftsland" widmete sich Ressourcen, die von Gemeinschaften und nicht von Einzelpersonen verwaltet werden. Dokumentarfilme wie "Unser Land, unsere Freiheit" und "Ôrí" untersuchten den Widerstand gegen kolonialistische Landraub und Enteignung. SpielFilme wie "Nunkui" und "Gott wird nicht helfen" erzählten hingegen Geschichten von Frauen, die sich gemeinsam gegen Unterdrückung stellen.

Sophie Maintigneux, Professorin an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB), wurde in einem eigenen Gespräch gewürdigt. Bekannt für ihre frühe Zusammenarbeit mit Éric Rohmer – sie war damals eine von nur drei Kamerafrauen in Frankreich – wandte sie sich später dem Dokumentarfilm zu, um künstlerische Freiheit zu gewinnen. Ihr Engagement galt zudem der besseren Sichtbarkeit und den Arbeitsbedingungen von Frauen in der Filmbranche.

Ein zentrales Podiumsgespräch führte die Autorin Silvia Federici ("Caliban und die Hexe") mit der Filmemacherin Athina Rachel Tsangari zusammen. Per Videolink zugeschaltet, verband Federici die Themen ursprüngliche Akkumulation, Frauenunterdrückung und historische Hexenverfolgung. Gemeinsam erkundeten sie auch die Rolle der Botanik in Landbesetzungen und urbanen Gärtnereibewegungen.

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Die Abschlussausgabe des Festivals hinterließ mit ihrem Fokus auf geteilte Ressourcen und feministische Kämpfe einen bleibenden Eindruck. Maintigneux' Beiträge zum Kino und ihre Mentorentätigkeit wurden gefeiert, während Filme Ungleichheiten herausforderten. Diskussionen über Landrechte, antikoloniale Widerstände und Frauenarbeitsrechte prägten die nachhaltigen Themen der Veranstaltung.

Quelle