10 April 2026, 18:03

Flemms Plan für Solingens Vereine: Weniger Bürokratie, mehr Unterstützung durch Stadtgesellschaft

Eine Menschenmenge versammelt sich vor einem Gebäude bei der Eröffnung eines Festivals, einige sitzen auf Bänken, andere stehen; ein Kinderwagen ist im Vordergrund zu sehen, sowie Bäume, Gebäude und ein klarer blauer Himmel im Hintergrund. Zelte säumen die linke Seite, und auf der rechten Seite steht ein Müllcontainer.

Flemms Plan für Solingens Vereine: Weniger Bürokratie, mehr Unterstützung durch Stadtgesellschaft

Daniel Flemm, der Oberbürgermeisterkandidat der CDU für Solingen, hat Pläne vorgestellt, um lokale Vereine und ehrenamtliche Gruppen zu stärken. Dazu gehört ein neuer städtischer Service namens Stadtgesellschaft, der Bürokratie abbauen und klarere Fördermöglichkeiten für Veranstaltungen und Initiativen schaffen soll.

Das Vorhaben zielt darauf ab, den sozialen Sektor in Solingen zu festigen, doch es gibt bereits Bedenken hinsichtlich der Finanzierung – vor allem von Seiten der Wohlfahrtsverbände.

Kernstück von Flemms Konzept ist die Einrichtung der Stadtgesellschaft, einer zentralen Anlaufstelle unter der Aufsicht des Oberbürgermeisters. Diese Stelle soll als einzige Kontaktadresse für Vereine fungieren, ehrenamtliches Engagement fördern und nicht behindern. Zudem würde sie traditionelle und Nachbarschaftsfeste koordinieren, Sportvereine unterstützen und durch gezielte Programme soziale Gruppen besser integrieren.

Um die Sicherheit bei öffentlichen Veranstaltungen zu erhöhen, schlug Flemm vor, dass die Stadt mobile Absperrgitter anschafft, die Vereine dann kostenlos ausleihen könnten. Philipp Müller von der Initiative Kreis Solingen begrüßte den Vorschlag als praktische Lösung, um Anträge zu vereinfachen und verlässliche Strukturen zu schaffen.

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Doch die Finanzierung bleibt ein Streitpunkt. Nurten Öztürk, Koordinatorin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Solingen, hinterfragte, wie die Stadt diese Maßnahmen angesichts ihrer bestehenden Schuldenlast umsetzen wolle. Dennoch gibt es Unterstützung von kleineren Gruppen, darunter Leonhard von den Steinen, Vorsitzender des Clubs der Behinderten und ihrer Freunde Solingen, der sich für die geplante Koordinationsstelle aussprach.

Flemm betonte, dass seine Pläne zu schnelleren Genehmigungen, weniger Bürokratie und stabileren Fördermitteln für lokale Initiativen führen würden. Sein Ziel sei es, ehrenamtliches Engagement in Solingen einfacher und nachhaltiger zu gestalten.

Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, entstünde eine direkte Anlaufstelle für Vereine – von der Festplanung bis zur finanziellen Unterstützung. Der Stadtgesellschaft-Service wäre dem Oberbürgermeisteramt unterstellt und würde eine engere Zusammenarbeit zwischen lokalen Gruppen und der Stadtverwaltung ermöglichen. Angesichts der bereits angespannten Haushaltslage könnte die Machbarkeit der Pläne jedoch von weiteren Gesprächen mit den städtischen Verantwortlichen abhängen.

Quelle