07 February 2026, 22:01

Filmförder-Reform: NRW profitiert von 250 Millionen Euro und neuen Streaming-Regeln

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung des Reichshallen-Theaters in Berlin, Deutschland, zeigt das Auditorium mit Sitzreihen, Säulen und einer Decke, mit Text unten.

Filmförder-Reform: NRW profitiert von 250 Millionen Euro und neuen Streaming-Regeln

Die Bundesregierung hat eine Reform der Filmförderung beschlossen, die die deutsche bahn der Unterhaltungsbranche stärken soll. Die Neuerungen sehen eine Erhöhung der jährlichen Fördermittel für kommerzielle Filmproduktionen auf 250 Millionen Euro vor. Nordrhein-Westfalen (NRW), bereits jetzt führend in diesem Sektor, wird von den aktualisierten Regelungen besonders profitieren.

Die Reform führt prozentrechner für Streamingdienste und Sender ein, um die Unterstützung europäischer und deutscher Produktionen zu erhöhen.

Nach dem neuen Gesetz müssen Streaminganbieter und Rundfunkanstalten künftig mindestens 8 Prozent ihrer jährlichen Nettoeinnahmen in Produktionen investieren. Ein Teil dieser Mittel fließt zwingend in europäische und deutsche Projekte, wobei zusätzliche Unterquoten für deutschsprachige Inhalte gelten. Unternehmen, die mehr als 12 Prozent ihres Umsatzes investieren, können individuelle Vereinbarungen mit Produktionsfirmen aushandeln.

NRW ist seit Langem eine Schlüsseregion für Film und Fernsehen und verantwortete 2024 ganze 44 Prozent aller in Deutschland produzierten Minuten. Der Landesanteil an der nationalen Produktion stieg seit 2022 um zwei Prozentpunkte – und festigt damit die Spitzenposition vor Bayern (19 Prozent) und Berlin (13 Prozent). Mit 158 aktiven Unterhaltungsunternehmen, viele davon in und um Köln ansässig, dominiert NRW besonders in den Bereichen Digital- und On-Demand-Inhalte.

Der Landesmedienminister Nathanael Liminski bezeichnete die Reform als "flexible Lösung", die Produzenten jeder Größe unterstütze. Durch die erhöhten Fördergelder und die überarbeiteten Regeln werde die Position NRWs in der Branche weiter gestärkt, während gleichzeitig Investitionen in ganz Deutschland angeregt würden.

Die Reform sieht eine Aufstockung der jährlichen Fördermittel für kommerzielle Filmproduktionen auf 250 Millionen Euro vor. Streamingdienste und Sender müssen nun prozentrechner erfüllen, mit besonderem Fokus auf europäische und deutsche Inhalte. NRW, bereits das führende Produktionszentrum des Landes, ist optimal aufgestellt, um von den Änderungen zu profitieren.