FDP attackiert Bergisch Gladbachs Koalitionsstreit als "kurzsichtige Machtspiele"
Felix SchneiderFDP attackiert Bergisch Gladbachs Koalitionsstreit als "kurzsichtige Machtspiele"
Heftige Debatte über politische Bündnisse in Bergisch Gladbach – FDP übt Kritik
Die anhaltende Diskussion über Koalitionsdynamiken in Bergisch Gladbach hat scharfe Kritik der FDP hervorgerufen. Stadtrat Dr. Alexander Engel (FDP) warnt, dass der Fokus auf Machtgefüge drängende finanzielle und personelle Probleme in den Hintergrund dränge. Die Stadt steht bis 2030 vor einer jährlichen Haushaltslücke von 50 Millionen Euro – gleichzeitig sind in den kommenden Jahren 400 neue Stellen geplant.
Engel bezeichnet die aktuelle Debatte über eine mögliche "Brandmauer" zwischen Parteien als kurzsichtig. Politische Blockaden, vor allem durch linke Kräfte gegen konservative und liberale Vorhaben, lähmten die Stadtentwicklung, so der FDP-Politiker. Seine Kollegin, Stadträtin Dorothee Wasmuth, pflichtet ihm bei und fordert einen Wechsel "von taktischem Gezerre zu sachlichen Lösungen".
Die FDP bewertet die kürzlich beschlossene Obergrenze für Personalkosten als notwendigen Schritt zur Modernisierung. Engel betont, dass der Oberbürgermeister jetzt handeln müsse – "hier gibt es keinen Spielraum für Verzögerungen". Die Partei stellt klar, dass ihre Reformforderungen veraltete Strukturen im Visier hätten, nicht die Beschäftigten selbst.
Angesichts einer schrumpfenden erwerbsfähigen Bevölkerung mahnt die FDP langfristige Anpassungen an. Die angespannte Haushaltslage und der wachsende Personalbedarf erhöhen den Druck, zügig Reformen umzusetzen. Nun liegt es am Oberbürgermeister, die Personalkostenentscheidung ohne Verzug durchzusetzen. Die FDP-Forderungen zielen darauf ab, sowohl die Haushaltsdefizite als auch demografische Herausforderungen zu bewältigen. Wie die Stadt reagiert, wird ihre finanzielle Stabilität und Handlungsfähigkeit in den nächsten Jahren prägen.






