04 April 2026, 20:02

Evonik kämpft mit schwacher Prognose – doch Insider-Käufe beflügeln die Aktie

Leuchtend buntes "Winnock"-Schild an einer Wand, das einen Aktienmarkt anzeigt.

Evonik kämpft mit schwacher Prognose – doch Insider-Käufe beflügeln die Aktie

Evonik Industries steht vor Herausforderungen, während die globale Wirtschaft weiter schwächelt. Die jüngsten Finanzzahlen und die Aktienperformance des Konzerns haben für Aufmerksamkeit gesorgt – insbesondere, nachdem führende Insider bedeutende Aktienkäufe getätigt haben.

Trotz eines starken Gewinns von 577 Millionen Euro im zweiten Quartal hat Evonik seine Prognose für das dritte Quartal nach unten korrigiert. Anleger beobachten nun genau, ob sich Anzeichen einer Erholung abzeichnen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Evonik-Aktie ist in den vergangenen Monaten kontinuierlich gefallen und spiegelt damit die allgemeinen wirtschaftlichen Sorgen wider. Ursprünglich war das Unternehmen mit einem bereinigten Betriebsergebnis (adjusted EBIT) von 500 Millionen Euro für das dritte Quartal veranschlagt worden. Nun jedoch erwartet Evonik ein EBITDA von nur noch 420 bis 460 Millionen Euro – eine deutliche Absenkung.

Trotz des Abschwungs: Insider zeigen Vertrauen Mitten in dieser schwachen Phase haben zwei hochrangige Evonik-Manager beträchtliche Aktienpakete erworben. Claudine Mollenkopf, Mitglied des Vorstands, investierte im April 2024 rund 95.875 Euro in 6.500 Aktien. Thomas Wessel, der langjährige Personalvorstand, zog im August nach und kaufte 2.999 Anteile. Solche Insider-Geschäfte gelten oft als Signal für das Vertrauen in die grundlegende Stärke eines Unternehmens – selbst wenn die Marktstimmung gedrückt ist.

Seit diesen Käufen hat sich der Evonik-Kurs um etwa 45 % erholt und stieg von rund 25 Euro auf 36 Euro bis April 2026. Damit gehört das Unternehmen zu den besten Performern im MDAX und übertrifft dessen Zugewinn von 18 % im gleichen Zeitraum deutlich. Die Wende wird durch positive Signale anderer Branchengrößen wie BASF und Berkshire Hathaway gestützt.

Analysten bleiben dennoch zurückhaltend Finanzexperten der AKTIONÄR raten jedoch zur Vorsicht. Sie empfehlen, auf klarere Verbesserungen in der operativen Perspektive Evoniks und in den Aktienchart-Trends zu warten, bevor Investitionen in Betracht gezogen werden.

Die angepasste Prognose unterstreicht die anhaltenden wirtschaftlichen Belastungen, doch die Insider-Käufe haben das Anlegervertrauen gestärkt. Der deutliche Kursanstieg seit Anfang 2024 steht im Kontrast zum jüngsten Rückgang – und spaltet die Marktbeobachter.

Die nächsten Finanzupdates werden entscheidend sein, um zu zeigen, ob sich die Erholung nachhaltig fortsetzt.

Quelle