Europas größte Jagdmesse startet in Dortmund mit Rekorden und Kontroversen
Moritz NeumannJagdmesse lockt mit Hirschrufen, Jagdwissen und Neuheiten - Europas größte Jagdmesse startet in Dortmund mit Rekorden und Kontroversen
Europas größte Jagdmesse Jagd & Hund öffnet in Dortmund ihre Tore – vom 27. Januar bis Sonntag
Die Veranstaltung wird Zehntausende Besucher anziehen und präsentiert alles von Jagdausrüstung bis hin zu Live-Vorführungen. Mit über 700 Ausstellern aus 36 Ländern bleibt sie ein zentraler Treffpunkt für die internationale Jägerschaft.
Auf der Messe werden mehr als 1.300 Hunde aus 59 Rassen täglich im Einsatz zu sehen sein, begleitet von Falknereivorführungen. Deutschlands beste Hirschrufer messen sich im Wettbewerb, während Köche auf dem Wild Food Festival frische Wildgerichte zubereiten. Besucher können zudem die neuesten Schusswaffen, Geländefahrzeuge und Jagdtechnologien führender Hersteller entdecken.
In Deutschland gibt es fast 468.000 Jäger mit gültigem Jagdschein, allein in Nordrhein-Westfalen sind es nahezu 100.000. Die Messe unterstreicht die starke Jagdtradition des Landes, steht jedoch auch in der Kritik. Tierschutzorganisationen äußern Bedenken gegenüber der Bewerbung von Trophäenjagden auf afrikanische Wildtiere wie Elefanten und Löwen und fordern Einschränkungen für solche Werbung. Trotz der Kontroverse haben sich die Veranstalter bisher nicht öffentlich dazu geäußert. Im Programm der Messe ist zwar ein Podcast-Interview für 2024 zur deutschen Jagdtradition vorgesehen, doch offizielle Stellungnahmen zur Trophäenjagd-Debatte fehlen.
Die Jagd & Hund bleibt eine der wichtigsten Branchenveranstaltungen und verbindet Tradition mit Innovation. Die Besucher erwarten gekonnte Hundevorführungen, präzises Schießen und moderne Ausrüstung – während die Diskussionen über ethische Jagdmethoden weitergehen. Durch ihren Umfang und ihre Strahlkraft bleibt die Messe gleichermaßen ein Ort des Feierns wie der Kontroverse.