EU-Projekt ODYSSEV will E-Autos mit 800-Volt-Technik revolutionieren
Moritz NeumannEU-Projekt ODYSSEV will E-Autos mit 800-Volt-Technik revolutionieren
Neues EU-gefördertes Projekt soll E-Auto-Technologie durch Hochvoltsysteme revolutionieren
Unter dem Namen ODYSSEV startet eine Initiative im Rahmen des EU-Programms Horizon Europe, die die Elektromobilität durch fortschrittliche Hochvolttechnik voranbringen will. Vierzehn Partner aus acht europäischen Ländern arbeiten zusammen, um zentrale Herausforderungen zu lösen: kürzere Ladezeiten und größere Reichweiten.
Offiziell gestartet wurde das Projekt Anfang 2026 mit einer Auftaktveranstaltung in Zaragoza. In den kommenden 42 Monaten konzentrieren sich Forscher und Ingenieure auf Antriebssysteme mit mehr als 800 Volt Spannung. Diese Technologie ermöglicht nicht nur schnelleres Laden, sondern auch längere Fahrstrecken – dank dünnerer Kabel, die Gewicht, Kosten und Wärmeverluste reduzieren.
ODYSSEV deckt die gesamte Entwicklungsphase ab: von Halbleiterinnovationen bis zu deren Integration in kritische Komponenten. Zudem werden Hürden bei Isoliermaterialien, Halbleitern und Batteriemanagement angegangen. Zu den Partnern zählen Branchengrößen wie Mitsubishi Electric Europe und ZF Friedrichshafen sowie führende akademische Einrichtungen.
Ein erster Prototyp wird auf der LaSiSe-Teststrecke in Selm erprobt. Bei Erfolg könnte die Technologie zwei der größten Hindernisse für die Verbreitung von E-Autos überwinden: lange Ladezeiten und begrenzte Reichweiten.
Die Ergebnisse des Projekts könnten zu leichteren, effizienteren Elektrofahrzeugen mit besserer Leistung führen. Durch die Optimierung von Hochvoltsystemen will ODYSSEV den elektrischen Verkehr alltagstauglicher machen. Die Tests in der LaSiSe-Anlage werden über die nächsten Schritte entscheiden.






