EU plant PFAS-Verbot: Igus stellt Kabel bereits um und setzt auf schadstofffreie Alternativen
Felix SchneiderEU plant PFAS-Verbot: Igus stellt Kabel bereits um und setzt auf schadstofffreie Alternativen
Die Europäische Union treibt Pläne voran, mehr als 10.000 schädliche PFAS-Chemikalien einzuschränken oder zu verbieten. Diese Stoffe, die oft in Alltagsprodukten vorkommen, bergen Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Das Unternehmen Igus hat bereits Maßnahmen ergriffen, um sie aus seinem Kabelprogramm zu entfernen.
PFAS und PTFE – besser bekannt unter dem Markennamen Teflon – sind in vielen Haushalts- und Industrieartikeln enthalten. Das geplante EU-Verbot folgt wachsenden Bedenken hinsichtlich ihrer Langlebigkeit in der Natur und möglicher gesundheitlicher Schäden. Fünf Länder – Dänemark, Deutschland, die Niederlande, Norwegen und Schweden – hatten 2023 die Initiative für strengere Kontrollen ergriffen.
Igus hat reagiert und stellt sicher, dass 95 Prozent seiner Chainflex-Kabel nun frei von PFAS sind. Das hauseigene Prüflabor des Unternehmens führt jährlich über zwei Milliarden Testzyklen durch, um Leistung und Konformität zu überprüfen. Kabel mit dem Siegel "PFAS-frei" enthalten keine Fluorverbindungen und erfüllen damit sowohl aktuelle als auch künftige Vorschriften.
Die Chainflex-Serie umfasst mehr als 1.350 Kabel, die speziell für dynamische Anwendungen konzipiert sind. Igus bietet zudem eine 36-monatige Garantie an, die aufgrund positiver Kundenrückmeldungen verlängert wurde. Dieser Wandel spiegelt eine branchenweite Entwicklung wider, da globale Beschränkungen – etwa im Rahmen des Stockholmer Übereinkommens – verschärft werden.
Angesichts des bevorstehenden EU-Verbots von PFAS hat Igus seine Produkte bereits angepasst, um die Vorgaben zu erfüllen. Die Kabel des Unternehmens kommen nun ohne diese Chemikalien aus, ohne dabei an Haltbarkeit oder Leistung einzubüßen. Diese Umstellung entspricht strengeren Umweltauflagen und der steigenden Nachfrage nach sichereren Materialien.






