Essens Sportanlage Seumannstraße glänzt nach Millionensanierung mit Kunstrasen und LED-Licht
Charlotte SimonEssens Sportanlage Seumannstraße glänzt nach Millionensanierung mit Kunstrasen und LED-Licht
Essens Sportanlage Seumannstraße nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnet
Die Sportanlage Seumannstraße in Essen hat nach einer umfassenden Modernisierung offiziell wieder ihre Türen geöffnet. Der erneuerte Komplex, der am 21. März 2026 von Oberbürgermeister Thomas Kufen eingeweiht wurde, bietet nun verbesserte Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten. Das Projekt folgte einem Brand im Jahr 2025, bei dem Teile der Anlage beschädigt wurden, darunter ein Jugendclubraum und Lagerflächen örtlicher Vereine.
Die Sanierungsarbeiten begannen im Juli 2025, nur wenige Monate nach dem Feuer, das Container zerstörte, die von Atlético Essen und dem ESC Preußen 02 e.V. genutzt wurden. Der Brand löste eine vollständige Überarbeitung der Anlage aus, die bis Januar 2026 abgeschlossen wurde. Die Kosten beliefen sich auf rund 850.000 Euro. Zu den wichtigsten Aufwertungen zählen der Ersatz eines Sandtennisplatzes durch einen Kunstrasenplatz, die Modernisierung des Entwässerungssystems und die Installation energieeffizienter LED-Flutlichtanlagen.
Bei der Einweihung lobte Kufen die Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Planern und Baufirmen. Die Investition sei gerechtfertigt, betonte er, und verwies auf die Bedeutung der Anlage für den lokalen Sport. Der Oberbürgermeister erinnerte auch an den gescheiterten Bewerbungsprozess der Rhein-Ruhr-Region für die Olympischen Spiele 2032, der zunächst Hoffnungen auf umfassendere Infrastrukturverbesserungen geweckt hatte.
Anders als in anderen Städten der Region, etwa Dortmund oder Gelsenkirchen, wo etwa der Signal Iduna Park im Vorfeld der EM 2024 aufgewertet wurde, handelt es sich bei dem Essener Projekt um eine gezielte Sportstättenentwicklung seit 2020. Nach der Ablehnung der Olympischen Bewerbung 2024 wurden in der Region keine größeren olympiarelevanten Projekte umgesetzt.
Die Anlage in der Seumannstraße bietet nun moderne Bedingungen für Sportler und Vereine. Mit dem neuen Kunstrasen, der Beleuchtung und dem Entwässerungssystem entspricht die Anlage aktuellen Trainings- und Wettkampfstandards. Das Projekt zählt zu den wenigen gezielten Sportinfrastrukturmaßnahmen in Essen seit dem gescheiterten Olympia-Antrag.






