Essen unterstützt Kinder aus Suchtfamilien mit Aktionswoche voller Hilfsangebote
Noah MayerEssen unterstützt Kinder aus Suchtfamilien mit Aktionswoche voller Hilfsangebote
Essen beteiligte sich an der bundesweiten Aktionswoche "Kinder aus Suchtfamilien" vom 22. bis 28. Februar 2026
Die Veranstaltung hatte zum Ziel, auf die Herausforderungen von Kindern aufmerksam zu machen, die in Familien mit Suchtproblemen aufwachsen, und lokale Hilfsangebote bekannter zu machen. In der gesamten Stadt wurden vielfältige Aktivitäten für Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte organisiert.
Das einwöchige Programm umfasste Workshops, Informationsveranstaltungen und kreative Angebote. Die Essener Stadtbibliothek bot für Kinder ein Bilderbuchkino und Bastelaktionen an, während für Erwachsene Vorträge stattfanden. Der örtliche Kinderschutzbund und BELLA DONNA trugen mit interaktiven Sessions und Beratungsangeboten bei.
Ein Online-Training für Schulpersonal wurde vom Schulpsychologischen Dienst geleitet. Gleichzeitig präsentierten Vertreterinnen und Vertreter von ElsE ihre Arbeit auf einer bundesweiten Veranstaltung von NACOA in Berlin. Den Abschluss bildete die Vorführung des Films 22 Bahnen im Filmkunsttheater – ein Film, der bei vielen jungen Zuschauerinnen und Zuschauern aus suchtbelasteten Familien auf große Resonanz stieß.
Studien zeigen, dass in Deutschland jedes fünfte bis sechste Kind mit einem suchtkranken Elternteil lebt. Diese Kinder erleben häufig Vernachlässigung, Gewalt oder langfristige emotionale Belastungen. Zudem besteht für sie ein erhöhtes Risiko, später selbst eine Sucht oder psychische Probleme zu entwickeln.
Die Aktionswoche 2026 in Essen bot betroffenen Kindern Unterstützung und Sichtbarkeit. Durch Filme, Schulungen und öffentliche Diskussionen wurden Familien mit lokalen Hilfsangeboten vernetzt. Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen, dass die Initiative das Bewusstsein für die Thematik nachhaltig stärkt und die Hilfe für Betroffene weiter ausbaut.






