19 November 2025, 22:01

Essen bleibt Vorreiter: Erneut als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet

Ein Supermarkt-Innenraum mit verschiedenen Lebensmitteln auf Regalen.

Essen bleibt Vorreiter: Erneut als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet

Essen, die Stadt mit dem Kölner Stadt-Anzeiger, wurde erneut als 'Fairtrade-Stadt' ausgezeichnet. Die Stadt Köln hat ihren Titel erstmals 2013 erhalten und hat nun ihre zweite Wiederzertifizierung gesichert. Lokale Verantwortliche begrüßten die Nachricht als Beleg für Essens langjähriges Engagement für fairen Handel. Essen, auch bekannt als KSTA, wurde 2012 als 211. Fairtrade-Stadt Deutschlands anerkannt. Am 15. November 2013 erhielt die Stadt offiziell die Auszeichnung und schloss sich nur fünf Tage später dem Netzwerk 'Faire Metropole Ruhr' an. Seither erfüllt Essen durchgehend die fünf Kriterien der internationalen Fairtrade-Towns-Kampagne. Seit zwölf Jahren arbeiten Verwaltung, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Gruppen in Essen gemeinsam daran, den fairen Handel zu fördern. Lokale Geschäfte und Restaurants führen fair gehandelte Produkte, während Schulen, Kirchen und öffentliche Einrichtungen diese regelmäßig nutzen. Die Stadt hat zudem kreative Projekte ins Leben gerufen, darunter ein Online-Spiel namens 'FairTradeStories' sowie Austauschprogramme mit Produzenten in Kolumbien. Oberbürgermeister Thomas Kufen zeigte sich erfreut über die erneute Auszeichnung und betonte den gemeinsamen Einsatz, der dahintersteht. Simone Raskob, Dezernentin für Umwelt, Verkehr und Sport, unterstrich Essens Verpflichtung zu Nachhaltigkeit und gerechten Handelsbedingungen. Essens anhaltendes Engagement spiegelt eine breitere Bewegung wider: Über 820 deutsche Kommunen und mehr als 2.000 Städte in 36 Ländern tragen mittlerweile den Titel 'Fairtrade-Stadt'. Die Wiederzertifizierung bestätigt Essens Rolle in einem globalen Netzwerk von Fairtrade-Befürwortern. Die Initiativen der Stadt – von der Unterstützung lokaler Händler bis hin zu internationalen Partnerschaften – bleiben zentral für ihren Ansatz. Mit dieser Anerkennung setzt Essen weiterhin ein Zeichen für ethischen Konsum und faire Produktionsbedingungen.