05 November 2025, 10:02

Entscheidende Abstimmung für das Jugendakademie-Projekt von Bayer Leverkusen

Ein cremefarbenes Gebäude mit zahlreichen Fenstern, das an ein Backsteingebäude mit einem Metallbalkon angrenzt, mit mehreren Fahrrädern davor geparkt und Menschen, die stehen und sich unterhalten.

Entscheidende Abstimmung für das Jugendakademie-Projekt von Bayer Leverkusen

Bayer Leverkusens ehrgeizige Pläne für ein neues Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum in Monheim stehen diese Woche vor einer entscheidenden Abstimmung. Der Verein hält weiterhin an seinen ursprünglichen Bauplänen fest, doch mehrere Parteien – darunter CDU, SPD, FDP und Grüne – haben sich gegen das Projekt ausgesprochen. Über das Schicksal der Anlage entscheidet am Donnerstagabend der neu konstituierte Stadtrat. Vereinsgeschäftsführer Sport, Simon Rolfes, warnt vor einem schweren Rückschlag für den Klub und die Region, sollte das Vorhaben scheitern. Das geplante Zentrum, das eine Fläche von 12,5 Fußballfeldern umfassen soll, stößt bei Anwohnern auf Bedenken – vor allem wegen möglicher Lärmbelästigung, Flutlichtbeleuchtung und des Schutzes natürlicher Gebiete. Markus Gronauer, Fraktionsvorsitzender der CDU, kritisiert den gewählten Standort und schlägt ein alternatives Gelände vor. Der Verein jedoch bleibt entschlossen, seine Pläne umzusetzen, und will das Thema in der kommenden Woche mit den politischen Parteien erörtern. Die politische Landschaft in Monheim hat sich jüngst verändert: Mit der neu vereidigten Bürgermeisterin Sonja Wienecke und einem Stadtrat, dem Mitglieder von Peto, CDU, SPD, AfD, Grünen, Linken und FDP angehören, ist die Machtverteilung ungewiss. Während der ehemalige Monheimer Bürgermeister Daniel Zimmermann das Projekt unterstützte, bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Mehrheitsverhältnisse auswirken. Rolfes betont indes die große Bedeutung des Vorhabens für den Verein und die gesamte Region. Die Abstimmung des Stadtrats am Donnerstagabend wird über die Zukunft des Leverkusener Trainingszentrums in Monheim entscheiden. Während der Verein an seinen Plänen festhält, fordern die Parteien weiteren Dialog und die Prüfung von Alternativen. Ein Scheitern des Projekts könnte, so die Warnung von Geschäftsführer Rolfes, weitreichende Folgen für den Klub und die Region haben.