19 April 2026, 02:03

Düsseldorf setzt auf grüne Flugkraftstoffe – doch der Preis schreckt auf

Indigo Airlines Airbus A320-200 auf der Rollbahn am Mumbai Airport mit Grünflächen, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Düsseldorf setzt auf grüne Flugkraftstoffe – doch der Preis schreckt auf

Am Flughafen Düsseldorf entsteht eine neue Anlage für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF). Das Unternehmen Greenlyte und die Fluggesellschaft Eurowings haben eine strategische Partnerschaft vereinbart, um den Bau ab 2027 zu starten. Das Projekt markiert einen Schritt hin zu umweltfreundlicherem Fliegen – auch wenn der Kraftstoff deutlich teurer sein wird als herkömmliches Kerosin.

Die geplante Anlage soll ab 2028 jährlich rund 150 Tonnen SAF produzieren. Mithilfe des Verfahrens "Aus der Luft in den Tank" filtert Greenlyte Kohlendioxid aus der Atmosphäre und verbindet es mit grünem Wasserstoff, um synthetischen Kraftstoff herzustellen. Ein Teil des benötigten Stroms stammt aus einer Solaranlage direkt am Flughafen.

Eurowings hat zugesagt, die gesamte Produktion der Reallabor-Anlage in den ersten drei Jahren abzunehmen. Jens Bischof, Vorstandsvorsitzender der Airline, betonte die Bedeutung des Projekts: Es zeige, wie strombasierter SAF in der Praxis funktionieren könne. Allerdings werde der Kraftstoff bis zu zehnmal teurer sein als herkömmliches Kerosin.

Mit den Bauarbeiten soll 2027 begonnen werden, vorbehaltlich der Genehmigungsverfahren, die voraussichtlich nächstes Jahr starten. Greenlyte-Chef Florian Hildebrand schätzt, dass die Investitionen mehr als zehn Millionen Euro betragen werden. Sobald die Anlage läuft, könnte der produzierte SAF – bei einer 50-prozentigen Beimischung zu herkömmlichem Flugtreibstoff – etwa 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma ermöglichen.

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Die Kooperation zwischen Greenlyte und Eurowings soll die SAF-Produktion am Düsseldorfer Flughafen bis 2028 realisieren. Trotz der hohen Kosten bietet das Projekt eine praxisnahe Erprobung nachhaltiger Flugkraftstoff-Technologien. Zwar deckt die anfängliche Produktionsmenge nur eine begrenzte Zahl an Flügen ab, doch stellt sie einen konkreten Schritt zur Reduzierung der Luftfahrtemissionen dar.

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