Dortmunds radikaler Kaderumbruch: Abschied von Brandt, Süle und Özcan – und was jetzt kommt
Felix SchneiderDortmunds radikaler Kaderumbruch: Abschied von Brandt, Süle und Özcan – und was jetzt kommt
Borussia Dortmund steht vor einem großen Umbruch im Kader diesen Sommer. Der Verein wird die Verträge von Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan nicht verlängern – alle drei laufen zum Saisonende aus. Gleichzeitig läuft die Vertragsverhandlung mit Emre Can noch, während die Mannschaft ihre Zukunft neu gestalten will.
Die Abgänge von Brandt und Süle markieren eine deutliche Zäsur für den Klub. Beide Spieler waren über Jahre prägende Figuren, doch ihr Wechsel folgt auf jahrelange Kritik an Dortmunds Transferpolitik. Unter dem ehemaligen Sportdirektor Sebastian Kehl setzte der Verein auf die Verpflichtung junger Talente, die später mit hohen Gewinnen weiterverkauft wurden – wie etwa Jadon Sancho (für 85 Millionen Euro), Jude Bellingham (103 Millionen) oder Erling Haaland (60 Millionen). Doch Kritiker von Medien wie Kicker und Bild sowie Fans warfen dem Verein vor, die Stars nicht ausreichend ersetzen zu können. Inkonsistente Kaderplanung führte zu enttäuschenden Platzierungen, darunter ein fünfter Platz in der Saison 2023/24, sowie zu einer zu starken Abhängigkeit von kurzfristigen Verträgen und Verkäufen aus der eigenen Jugend – ohne nachhaltige Stabilität.
Kehl wurde im März 2025 nach wachsendem Druck, darunter auch Fanproteste für bessere Planung, entlassen. Nun deutet Carsten Cramer, Sprecher der Vereinsführung, die anstehenden Veränderungen als Chancen statt als Rückschläge. Er betont Mut und Optimismus in der Führungsetage und signalisiert damit einen möglichen Wandel in Dortmunds Transfer- und Kaderstrategie.
Während sich Brandt, Süle und Özcan auf ihren Abschied vorbereiten, verhandelt der Verein weiterhin mit Emre Can. Auch sein Vertrag läuft diesen Sommer aus, doch Dortmund scheint entschlossen, ihn als Teil der neu ausgerichteten Pläne zu halten.
Der Sommerumbruch wird mindestens drei erfahrene Spieler gehen sehen, während Cans Zukunft noch ungewiss bleibt. Crammers positive Haltung deutet darauf hin, dass der Klub nach Jahren der Kritik einen Neuanfang wagen will. Die Entscheidungen der kommenden Monate werden den Kader für die nächsten Spielzeiten prägen.






