Dortmunds Kriminalitätsstatistik 2024: Mehr Diebstähle, aber auch Erfolge bei der Aufklärung
Noah MayerDortmunds Kriminalitätsstatistik 2024: Mehr Diebstähle, aber auch Erfolge bei der Aufklärung
Dortmund verzeichnete im vergangenen Jahr einen Anstieg der Kriminalität
Straßenkriminalität trieb den Anstieg maßgeblich voran: Von 2023 auf 2024 stieg sie um 19,09 Prozent. Diebstähle an oder mit Fahrzeugen sowie Vandalismus machten dabei fast 43 Prozent der Vorfälle aus. Auch die Gewaltkriminalität nahm zu – mit 3.660 gemeldeten Fällen, ein Plus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Bei Wohnungseinbrüchen gab es einen deutlichen Anstieg: 2024 wurden 64 Fälle mehr registriert, sodass die Gesamtzahl auf 1.312 stieg. Straßenraub stieg um 2 Prozent, was acht zusätzliche Fälle bedeutet. Gleichzeitig gingen Kapitalverbrechen auf 32 Vorfälle zurück, wobei die Polizei fast 81 Prozent davon aufklärte.
Als Reaktion auf waffenbezogene Bedrohungen richtete die Dortmunder Polizei im April 2024 eine Sonderermittlungsgruppe ein. Beamte überprüften 189 Personen und verhängten 125 rechtlich bindende Messerführungsverbote. Zudem ging die Polizei gegen Straftaten im Zusammenhang mit kinderpornografischem Material vor: 143 Fälle wurden erfasst, die Aufklärungsquote lag bei 81,82 Prozent.
Insgesamt klärte die Dortmunder Polizei im Jahr 2024 54,79 Prozent aller gemeldeten Straftaten auf – die höchste Aufklärungsquote unter den Großstädten Nordrhein-Westfalens.
Die aktuellen Zahlen zeigen ein gemischtes Bild der Kriminalitätsentwicklung in Dortmund. Während einige Deliktbereiche wie Straßenkriminalität und Gewaltstraftaten zunahmen, gingen andere – etwa Kapitalverbrechen – zurück. Gezielte Polizeimaßnahmen, darunter Sonderermittlungsgruppen und hohe Aufklärungsquoten, bleiben ein zentraler Ansatz, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.






