Dortmunds 2:0-Sieg im Schatten des Transferstreits mit Atalanta Bergamo
Noah MayerDortmunds 2:0-Sieg im Schatten des Transferstreits mit Atalanta Bergamo
Borussia Dortmunds 2:0-Erfolg im Champions League-Playoff gegen Atalanta Bergamo wird von einem anhaltenden Streit zwischen den beiden Vereinen überschattet. Der Konflikt dreht sich um den Transfer des jungen Abwehrspielers Samuele Inácio, wobei die Führung von Atalanta dem BVB vorwirft, gegen FIFA-Regeln verstoßen zu haben. Die Spannungen gipfelten sogar in einem Boykott des traditionellen Vorkampf-Essens durch die Verantwortlichen von Atalanta.
Der Streit eskalierte, als Atalantas Präsident Antonio Percassi öffentlich die Art und Weise kritisierte, wie Dortmund den Transfer Inácios abgewickelt hatte. Er behauptete, das Geschäft verletze die FIFA-Jugendtransferbestimmungen, und warf dem deutschen Klub mangelnden Respekt vor. Percassi argumentierte zudem, Dortmund habe seine Bemühungen um den Spieler über das Transferfenster hinaus fortgesetzt – bisher liegt jedoch kein offizielles Urteil vor.
Vor dem Spiel verweigerten die Atalanta-Offiziellen die Teilnahme am üblichen gemeinsamen Mittagessen mit ihren Dortmunder Kollegen. Dieser Protest unterstrich die wachsende Zerrüttung zwischen den Klubs. Trotz der außer sportlichen Spannungen sicherte sich der BVB mit einem souveränen 2:0-Sieg im Champions League-Spiel eine gute Ausgangsposition.
Dass Inácio sogar in Dortmunds Spieltagskader berufen wurde, heizte den Streit weiter an. Der Verein hat sich bisher weder zu Percassis Vorwürfen geäußt noch dargelegt, wie der Transfer den FIFA-Regeln entsprochen haben soll. Bisher schweigt Dortmund zu den Details des Deals – die Kontroverse bleibt damit ungelöst.
Der Sieg bringt den BVB in eine starke Position vor dem Rückspiel. Doch der ungelöste Konflikt um Inácios Wechsel wirft weiterhin einen Schatten auf die Partie. Ohne Stellungnahmen von beiden Seiten könnte der Streit auch über das Champions League-Duell hinaus andauern.