Dortmund kämpft um Millionen: Räumungsurteil droht teure Folgen für die Stadt
Moritz NeumannDortmund kämpft um Millionen: Räumungsurteil droht teure Folgen für die Stadt
Dortmund steht vor einem kostspieligen Rechtsstreit, nachdem ein Gericht die Räumung eines Hochhauskomplexes in Berlin im Jahr 2017 für rechtswidrig erklärt hat. Die Stadt hat nun Berufung eingelegt in der Hoffnung, das Urteil kippen zu können und so Millionenentschädigungen abzuwenden.
Im November 2025 hatte das Oberverwaltungsgericht Münster die Räumung von 2017 als unverhältnismäßig und rechtswidrig eingestuft. Dieses Urteil bringt die Stadt in die Gefahr, dem früheren Eigentümer erhebliche Schadensersatzzahlungen für entgangene Mieteinnahmen über mehrere Jahre leisten zu müssen.
Als Reaktion darauf legten die Feuerwehr und die Rechtsabteilung der Stadt Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein. Dortmund hat nun bis zum 26. Januar Zeit, detaillierte Revisionsgründe bei den Richtern in Leipzig vorzubringen. Bis dahin bleibt das November-Urteil vorläufig nicht rechtskräftig, was mögliche Auszahlungen verzögert.
Mit der Berufung will die Stadt verhindern, dass das Urteil in Rechtskraft erwächst. Scheitert sie damit, könnte der frühere Eigentümer Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe für die finanziellen Verluste seit der Räumung geltend machen.
Das Berufungsverfahren wird entscheiden, ob Dortmund für die Räumung von 2017 Entschädigungen zahlen muss. Die Juristen der Stadt haben nun einige Wochen Zeit, ihren Fall vor dem Bundesverwaltungsgericht darzulegen. Eine endgültige Entscheidung könnte noch Monate auf sich warten lassen – die finanzielle Folge bleibt vorerst ungewiss.