Dorothee Bär erhält Karnevalsorden – und reimt sich als Astronautin in die Herzen
Felix SchneiderDorothee Bär erhält Karnevalsorden – und reimt sich als Astronautin in die Herzen
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär mit dem 'Orden gegen den tierischen Ernst' ausgezeichnet
Bei den diesjährigen rheinischen Karnevalsfeierlichkeiten in Aachen ist Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) mit dem "Orden gegen den tierischen Ernst" geehrt worden. Die seit 1950 vom Aachener Karnevalsverein (AKV) verliehene Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, die mit Humor und Menschlichkeit das öffentliche Leben bereichern. Beim festlichen Galabend traten zudem die Kölner Band Kasalla sowie die Karnevalsgrößen der Stadt auf.
Bär nahm den Preis mit viel Charme entgegen – gekleidet als Astronautin hielt sie ihre gesamte Dankesrede in Reimen. Scherzhaft bemerkte sie, die Schwärze des Weltalls erinnere sie an einen CSU-Parteitag. Die Ministerin schlug sogar vor, Parteichef Markus Söder mit einer Mondrakete ins All zu schicken.
Durch den Abend führten AKV-Präsident André Freese und Comedian Guido Cantz, die mit politischer Satire für Stimmung sorgten. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann widersprach spielerisch Gerüchten, eine Frau könnte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ablösen. Die ehemalige Grünen-Co-Vorsitzende Ricarda Lang, als Außerirdische verkleidet, rief unterdessen zu mehr Einheit unter den Demokraten auf.
Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) lobte Bär als "einzigartige Erscheinung in der CSU" und betonte, die Politik brauche "mehr Bär". Der AKV-Orden blickt auf eine lange Tradition zurück, auch wenn nicht öffentlich dokumentiert ist, wie viele Politiker und Prominente ihn über die Jahrzehnte erhalten haben.
Den Abschluss des Abends bildeten Auftritte der Aachener Karnevalselite und der Band Kasalla. Bärs Auszeichnung unterstreicht das Anliegen des AKV, Esprit und Wärme im öffentlichen Leben zu feiern. Die Veranstaltung verband einmal mehr politische Satire mit der rheinischen Karnevalstradition.