Dinslakens erstes Stadtgespräch: Bürger debattieren über Haushalt und Steuererhöhungen
Moritz NeumannDinslakens erstes Stadtgespräch: Bürger debattieren über Haushalt und Steuererhöhungen
Dinslakens erstes "Stadtgespräch": Bürger diskutieren mit Oberbürgermeister über Haushalt und Zukunftsprojekte
Am 11. März 2026 fand im Gustav-Heinemann-Schulzentrum in Hiesfeld das erste Stadtgespräch Dinslakens statt. Rund 70 Bürgerinnen und Bürger trafen sich mit Oberbürgermeister Simon Panke und Stadtkämmerer Achim Thomae, um über den städtischen Haushalt, anstehende Projekte und finanzielle Herausforderungen zu sprechen. Die Veranstaltung sollte den Dialog über die Zukunft der Stadt fördern – kurz vor der Haushaltsabstimmung im Rat am 26. März.
Im Mittelpunkt stand der kommunale Haushalt, wobei Thomae Pläne vorstellte, die Grundsteuer B – die Steuer auf bebaute Grundstücke – anzuheben. Ab 2025 gelten höhere Hebesätze, was zu Mehreinnahmen führen soll. Für Eigentümer von Einfamilienhäusern bedeutet das voraussichtlich etwa 26 Euro mehr pro Monat, Gewerbeimmobilienbesitzer müssen mit rund 25 Euro zusätzlicher Belastung rechnen. Mieter in einem Sechsparteienhaus werden im Schnitt mit 5,30 Euro mehr belastet.
Die Anwesenden äußerten Bedenken wegen der Steuererhöhungen und stellten Fragen zu Themen wie der Eisbahn, Verzögerungen beim Schulbau und Personalmangel in der Stadtverwaltung. Einige fragten, ob frühere Maßnahmen die aktuelle Haushaltslage hätten entspannen können. Oberbürgermeister Panke verwies auf wichtige Vorhaben: eine neue Turnhalle für die EBGS-Schule, Sanierungen an der Feuerwehrwache Eppinghoven und die bereits abgeschlossenen Modernisierungen im Hiesfelder Schulzentrum. Zudem werden in der gesamten Stadt Straßenlaternen durch energieeffiziente LED-Leuchten ersetzt.
Ein weiteres zentrales Thema war die Zukunft des Freibadgeländes in Hiesfeld. Die Wasserverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) haben Vorschläge für eine Neunutzung des Areals vorgelegt; derzeit laufen Vertragsverhandlungen. Die Teilnehmer lobten die Veranstaltung als Plattform, um Sorgen zu äußern und über die Entwicklung der Stadt zu diskutieren. Ein weiteres Stadtgespräch ist bereits für den Herbst geplant. Bürger mit offenen Fragen wurden aufgefordert, sich an das Bürgermeisterbüro zu wenden.
Unklar bleibt jedoch die genaue finanzielle Situation Dinslakens der vergangenen fünf Jahre, da im Rahmen der Veranstaltung keine konkreten Daten zu Infrastrukturausgaben – etwa für Schulsanierungen oder Straßenbeleuchtung – präsentiert wurden.
Der Haushalt wird am 26. März im Stadtrat zur Abstimmung stehen. Die höheren Grundsteuern sollen ab 2025 greifen, während Projekte wie die neue Turnhalle, die Feuerwehrsanierung und die LED-Straßenlaternen vorankommen. Gleichzeitig laufen die Verhandlungen über das Hiesfelder Freibadgelände weiter, und eine weitere Bürgerveranstaltung ist für später in diesem Jahr vorgesehen.