Die *taz* beendet nach 47 Jahren ihre tägliche Printausgabe – nur noch samstags auf Papier
Noah MayerDie *taz* beendet nach 47 Jahren ihre tägliche Printausgabe – nur noch samstags auf Papier
Die taz, eine angesehene deutsche Tageszeitung, hat einen bedeutenden Einschnitt in ihrer Verlagsgeschichte vollzogen. Nach 47 Jahren mit täglichen Printausgaben an Wochentagen erschien die letzte am 17. Oktober 2025. Von Montag bis Freitag wird die taz künftig nur noch digital verfügbar sein – die gedruckte Ausgabe bleibt dem Samstag vorbehalten.
Die letzte Wochentagsausgabe würdigte auf der Titelseite das taz-Küchenteam und hob dessen Beitrag zum Erfolg der Zeitung als "Gesamtkunstwerk" hervor. Die Ausgabe enthielt zudem einen "auto-fiktionalen Agenten-Thriller", der die Geschichte der taz von ihrer Gründung 1978 bis zur Genossenschaftsgründung 1991 nachzeichnete.
Um die Leserschaft weiterhin mit exklusiven Geschichten und Verlagsnews zu versorgen, hat die taz den täglichen Newsletter kressexpress eingeführt. Die Chefredakteurinnen Barbara Junge und Ulrike Winkelmann sowie ihre Stellvertreterin Katrin Gottschalk treiben diesen Wandel voran. Ziel ist es, 70 Prozent der Print-Abonnenten in digitale Abos zu überführen – aktuell liegt die Umstellungsquote bei 57 Prozent.
Das Design der letzten Printausgabe gestaltete der Künstler Christian Jankowski, der Drucker und ihre Hände auf den Seitenrändern in Szene setzte. Zudem steuerten 13 deutsche und internationale Autor:innen Beiträge zum Thema Abschied und Solidarität bei.
Mit dem "Digital-First"-Ansatz erscheint die taz nun nur noch samstags in gedruckter Form. Dieser Schritt unterstreicht das Bestreben der Zeitung, sich gemeinsam mit ihrer Leserschaft und der sich wandelnden Medienlandschaft weiterzuentwickeln. Die letzte Wochentagsausgabe vom 17. Oktober 2025 stand symbolisch für die reiche Vergangenheit der taz – und ihren Weg in die digitale Zukunft.