01 February 2026, 16:02

Deutschland plant einheitliche Drohnenabwehr – Bundeswehr und Polizei sollen enger zusammenarbeiten

Ein Drohne fliegt über eine Stadt mit Gebäuden, Bäumen und Fahrzeugen, mit einem Fluss und einer Brücke im Hintergrund.

Deutschland plant einheitliche Drohnenabwehr – Bundeswehr und Polizei sollen enger zusammenarbeiten

Deutschland drängt auf eine neue nationale Strategie, um die wachsende Bedrohung durch Drohnen zu bekämpfen. Der Vorstoß kommt nach Jahren zersplitterter Bemühungen zwischen Bundes-, Landes- und Militärbehörden. Die CDU Nordrhein-Westfalens fordert nun einen einheitlichen Ansatz, um die Abwehr gegen unbemannte Luftfahrtsysteme zu stärken.

In den vergangenen fünf Jahren haben Drohnengefahren zu Veränderungen in Deutschlands Reaktionsstrategien geführt. Die Bundeswehr passte ihre Einsatzregeln im Rahmen der Nationalen Sicherheitsstrategie 2023 und des Drohnenabwehr-Rahmenwerks 2024 an. Diese Reformen ermöglichten gemeinsame Task Forces mit zivilen Behörden wie der Bundespolizei und dem BKA, um Sensoren und Echtzeitdaten auszutauschen. Bei Großveranstaltungen wie dem NATO-Gipfel 2025 in Berlin arbeiteten diese Teams zusammen, um potenzielle Risiken zu überwachen und abzuwehren.

Die Landespolizeien – insbesondere in Regionen wie Nordrhein-Westfalen – bleiben als Ersthelfer von zentraler Bedeutung. Behördenvertreter betonen, dass sie spezialisierte Einheiten und mobile Abwehrsysteme benötigen, um schnell handeln zu können. Die geplante Nationale Drohnenabwehrstrategie soll bestehende Lücken schließen, indem sie die Zuständigkeiten von Bundeswehr, Bundespolizei und Landesbehörden klar definiert. Zudem würde sie rechtliche Grundlagen für militärische Unterstützung schaffen, wann immer diese erforderlich ist.

Über die Sicherheitskräfte hinaus sieht der Plan strengere Vorschriften für Betreiber kritischer Infrastrukturen vor. Diese müssten künftig verbindliche Risikobewertungen durchführen und standardisierte Schutzmaßnahmen gegen drohnenbasierte Angriffe ergreifen.

Ziel der Strategie ist es, das aktuelle Flickwerk aus Zuständigkeiten durch ein einheitliches, bundesweites System zu ersetzen. Wird sie verabschiedet, würde sie die Zusammenarbeit zwischen den Behörden vereinfachen und schnellere, effektivere Reaktionen auf Drohnenvorfälle ermöglichen. Betreiber wichtiger Einrichtungen hätten zudem neue Pflichten, Risiken zu bewerten und zu minimieren.